Handball-Bremenliga der Männer Jan Fasse hält HVH im Spiel

Der Linksaußen erzielt beim 25:25-Remis gegen den Lokalrivalen SV Grambke-Oslebshausen III zehn seiner insgesamt zwölf Treffer im ersten Abschnitt.
19.11.2019, 15:45
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord/Schwanewede. Felix Hinrichs vom SV Grambke-Oslebshausen I half im Derby der Handball-Bremenliga der Männer bei der HSG Vegesack-Hammersbeck im dritten Team aus und steuerte zehn Treffer zum 25:25-Remis bei. Der SVGO II gab sich derweil mit einem 33:22-Sieg bei der SG Findorff II keine Blöße im Titelrennen. Die HSG Schwanewede/Neuenkirchen III kam hingegen rekordverdächtig mit 14:65 beim Klassenbesten HSG LiGra unter die Räder.

HSG Vegesack-Hammersbeck – SV Grambke-Oslebshausen III 25:25 (13:14): Der linke Außenspieler Jan Fasse brachte es auf zwölf Tore für das Heimteam. Zehn Treffer des ersten Durchgangs gingen auf sein Konto. Jannik Woelke durch zwei flinke Konter und Sascha Gramberg steuerten die drei restlichen HVH-Tore vor der Pause bei. Die Gäste setzten sich nach einem 5:5 nach zehn Minuten auf 9:5 ab. „Dass der Zug zum Seitenwechsel für uns noch nicht abgefahren war, ist Jan Fasse zu verdanken“, räumte HVH-Coach Rolf Wieduwilt ein.

Mit frischen Schwung gingen die Vegesacker den zweiten Abschnitt an und verbuchten auch einen 17:15-Vorsprung. Zehn Minuten vor Schluss führte aber der Gast aussichtsreich mit 24:21. „Es war ganz stark, wie wir uns dann noch einmal wieder herangekämpft haben“, freute sich Wieduwilt. Nachdem SVGO-III-Aushilfe Jörg Rutenberg erstmals per Siebenmeter an der Querlatte gescheitert war, nutzten Jan Fasse, Jannik Woelke und Sascha Gramberg ihre Chancen für die Gastgeber zum Unentschieden. „Mit etwas mehr Glück hätten wir auch gewinnen können“, bilanzierte Rolf Wieduwilt.

„Es war ein sehr interessantes Derby“, urteilte SVGO-Übungsleiter Thorsten Draeger. Durch den Ausfall von Dennis Gerber sei seine Formation jedoch im Rückraum etwas dünn besetzt gewesen. „Aber Felix Hinrichs und Lukas Güse haben das gut im linken und rechten Rückraum gelöst“, versicherte Draeger. Der Coach der zweiten Mannschaft, Jörg Rutenberg, habe zudem clever Regie geführt und die jungen Spieler gut geleitet. „Die HVH hat sich immer wieder herangekämpft und es uns nicht leicht gemacht“, sagte Thorsten Draeger. „Ärgerlich waren die vielen Gegentore von außen“, stellte Draeger fest. Alles in allem sei es ein gerechtes Ergebnis gewesen. Jörg Rutenberg ärgerte sich dennoch: „Wir hätten gewinnen müssen.“

HSG Vegesack-Hammersbeck: René Röse, Schulz, Preuß; Gramberg (4/2), Woelke (3), Przygoda, Schauder, Hinrichs (2), Lisson, Precht (1), Fasse (12/6), Poplawski (2), Springer, André Röse (1).

SV Grambke-Oslebshausen III: Walther; Rutenberg (10/5), Belis, Scholtes, Pahler (1), Güse (2), Lubczyk, Rotenberg (1), Greulich, Hinrichs (10), Dietze, Möller (1), Grosswald.

SG Findorff II – SV Grambke-Oslebshausen II 22:33 (13:17): „Das war eine einigermaßen vernünftige Leistung“, fasste SVGO-Coach Jörg Rutenberg zusammen. Jonas Pfeiffer mit einem Doppelpack sowie Malo Rosemeier brachten den Titelkandidaten mit 3:0 in Führung. Der Favorit baute seinen Vorsprung über 7:2 auf 14:8 aus. Doch die Findorffer ließen sich nicht abschütteln und kamen fünf Minuten nach dem Seitenwechsel beim 16:18 noch einmal bis auf zwei Tore an ihren Kontrahenten heran. „Da haben sich unsere Jungs noch ein bisschen schwergetan“, sagte Rutenberg. Aber auch dank einer starken Vorstellung von Torwart Daniel Schimske zogen die Nordbremer mit einem 6:0-Lauf wieder vorentscheidend auf 24:16 davon. Kolja Bangert erwies sich beim Gast als starker Ballverteiler in der Mitte. Zudem glänzte Nils Zittlosen in der Offensive mit seinen neun Treffern.

SV Grambke-Oslebshausen II: Schimske, Süß; Schmidt, Lange (4), Zittlosen (9), Rosemeier (2), Wendt, Humann (2), Stegemann, Pfeiffer (6/3), Bangert (6), Metzscher (2), Maretzke, Kohrt (2).

HSG LiGra – HSG Schwanewede/Neuenkirchen III 65:14 (35:6): „Die HSG LiGra wollte in diesem Spiel genau das erreichen, was sie am Ende auch geschafft hat – also uns zu demütigen“, zeigte sich René Tants, der Spielertrainer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen, verärgert. Der Klassenprimus habe aus seiner Sicht nur als Vorwand etwas für das Torverhältnis tun wollen. „Deshalb spielte dieser über 60 Minuten Manndeckung auf 13 Metern", kritisierte Tants. Die „Schwäne“ mussten krankheitsbedingt auf einige Akteure verzichten und hatten nur einen kleinen Kader zur Verfügung. Zu allem Überfluss verletzte sich bereits nach drei Minuten auch noch Malte Dörjes.

Nach acht Minuten blickte der klare Favorit bereits auf einen 8:2-Vorsprung. Der Spitzenreiter blieb unerbittlich und provozierte nach einer 18:4-Führung eine Auszeit von René Tants. Vor allem Nico Schnaars traf für die Heimsieben nach Belieben und verzeichnete schließlich 17 Treffer. Tants: „Was ich aber an meiner Mannschaft so liebe, ist, dass sie nach einem solchen Spiel noch Humor hat und noch lachen kann.“ Das 14:65 gegen den Tabellenführer war für die „Schwäne“ die sechste Niederlage im sechsten Spiel.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen III: Schumann; Müller, Hütten (3), Trittin, Tants (6/3), Jonas Dörjes (2), Siemer (3), Jensen, Malte Dörjes.

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