Kunstaktion zum Frauentag Kunstaktion zum Weltfrauentag

30 Künstlerinnen haben sich in diesem Jahr an der Kunstaktion zum Weltfrauentag von Bärbel Kock beteiligt. Wegen der Corona-Pandemie haben sie ihre Werke zu Hause gestaltet und Fotos der Bilder geschickt.
05.03.2021, 07:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Iris Messerschmidt (Text)Künstlerinnen/Atelier Kock (Fotos)

Die Kunstaktion, die Bärbel Kock anlässlich des Internationalen Frauentages plant, ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes. In diesem Jahr noch etwas mehr. Nicht nur, weil es die 26. Kunstaktion von verschiedenen Frauen für verschiedene Frauen ist. „Während der 26. Kunstaktion muss zum ersten Mal sowohl auf den gemeinsamen Workshop, als auch auf die sonst direkt folgende Ausstellung im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus verzichtet werden“, sagt Bärbel Kock. Besonders ist auch, dass sich so viele Frauen angemeldet haben, zwei Nachzüglerinnen sind nicht einmal auf dem schon gedruckten Plakat zu finden. „Wir haben gerade noch ein Bild aus Phoenix, Arizona bekommen“, freut sich Kock.

Dennoch ist die freie Künstlerin und Organisatorin ein wenig traurig: „Die teilnehmenden Frauen mussten völlig ungewohnt alleine zu Hause oder im eigenen Atelier ihren Gedanken zum Thema freien Lauf lassen, ohne sich wie in den vorangegangenen Jahren gemeinsam in gemütlicher Runde mit Büfett und Getränken einen ganzen Tag austauschen zu können.“ Allerdings: Bärbel Kock wäre nicht Bärbel Kock, wenn sie keine Lösung auch zu Corona-Zeiten für die widrigen Umstände gefunden hätte. „Liebe Glaube Hoffnung“, lautet das von ihr vorgegebene Thema. „Es ist ein breit gefächertes Thema, welches, so meine ich, sehr gut zu unserer aller augenblicklichen Situation passt, bei der auch wieder wir Frauen eine Hauptlast tragen.“

Relativ frei durften die Teilnehmerinnen gestalten: Acrylfarben, als Collage, aber auch digital sollten Kunstwerke auf einer 50 mal 70 Zentimeter großen Leinwand entstehen. „Ein Foto ihrer Werke mussten sie auch noch an mich schicken“, so Bärbel Kock. Denn zum 8. März werden die Werke online vorgestellt. „Auch mit den dazugehörigen Texten, denn sehr viele Teilnehmerinnen haben zusätzlich einen Text zum Thema verfasst“, so Bärbel Kock.

Insgesamt haben sich 30 kunstinteressierte Frauen beziehungsweise Künstlerinnen im Alter von 15 bis 70 Jahren angemeldet. Neben jungen Frauen aus dem Aumunder Freizeitheim und heimische Künstlerinnen, „auch zwei Frauen aus Nachbarländern“, freut sich die Nordbremer Künstlerin. So meldeten sich bei Bärbel Kock Mona Alsalehi May aus Schweden und Birgit Schmelling von der dänischen Insel Bornholm.

Schon über die ersten 25 Fotos der Kunstwerke, die zuerst bei Bärbel Kock eingingen, geriet die freischaffende Künstlerin ins Schwärmen: „Die völlig unterschiedlich Herangehensweise ist schon in den angewandten Techniken erkennbar, von Zeichnungen über Pop Art, real, surreal, impressionistischer oder abstrakter Malerei bis zu geklebten Collagen ist alles enthalten“, so Bärbel Kock und macht weiter neugierig: „Die Inhalte sprechen für sich. Der Betrachter sollte sich gerne zum Anschauen etwas mehr Zeit nehmen, um die Inhalte der Darstellungen besser zu verstehen.“

Bis auf zwei Nachzügler sind auf einem gedruckten Plakat alle Bilder zu sehen, das auch die Teilnehmerinnen bekommen. Ab dem 8. März werden die Werke nach und nach, „vermutlich immer so vier bis sechs Stück an einem Tag“, vorgestellt. Bärbel Kock hofft zudem, dass die Lockdown-Phase bald zu Ende geht und kulturelle Veranstaltungen wieder eine Chance bekommen. „Wir hoffen, dass die Bilder wie geplant vom 4. bis 20. Oktober dieses Jahres im Bürgerhaus präsentiert werden können“, macht Bärbel Kock deutlich. Darüber hinaus erinnert sie daran, dass an dem üblichen Verlauf dieser Ausstellung festgehalten werden soll. Nämlich daran, dass diese Ausstellung mit Kunstwerken der Frauen nicht nur im Vegesacker Bürgerhaus zu sehen ist. Üblicherweise geht die Ausstellung im Herbst auch auf Wanderschaft, beispielsweise nach Erfurt. So könnten weitere Ausstellungen folgen.

Informationen zum Thema gibt es auch im Atelier Kock, Telefon 04 21 / 65 14 38, bkock@fadein.de und www.fadein.de.

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