Hochhaus am Hafen Vegesack Neun statt elf Geschosse

Das Hochhaus im geplanten neuen Stadtquartier am Vegesacker Hafen wird weniger hoch als geplant. Es soll statt elf nur noch neun Geschosse bekommen. Das hat die Baudeputation beschlossen.
06.05.2019, 12:25
Lesedauer: 2 Min
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Neun statt elf Geschosse
Von Julia Ladebeck

Das geplante Hochhaus im neuen Stadtquartier auf dem Haven-Höövt-Gelände wird statt der ursprünglich geplanten elf Geschosse nur noch neun Geschosse bekommen. Das hat die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung, Energie und Landwirtschaft in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Zuvor hatte es von Bürgern und Fachleuten zahlreiche Einwände gegen die geplante Höhe des Gebäudes gegeben (wir berichteten).

Der ursprüngliche Entwurf für das Gebäude, das Projektentwickler Max Zeitz als "Packhaus" bezeichnet, sah eine Höhe von maximal 28,50 Meter über Normallnull vor. Vom Landesamt für Denkmalpflege hatte es dazu eine Stellungnahme gegeben, in der auf die eingetragenen Kulturdenkmäler „Alter Speicher" und "Schulschiff Deutschland" hingewiesen wurde. In der Stellungnahme hieß es: "Somit könnte in direkter Nachbarschaft zu den Denkmälern und am Ende der wichtigsten Sichtachse zwischen Alt-Vegesack, Hafenbrücke, Alter Speicher ein Hochhaus entstehen, dass so bereits zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Erscheinungsbildes des Denkmals führen würde." Das Landesamt für Denkmalpflege stimmte der geplanten Höhe des Hauses nicht zu.

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Auch die Architektenkammer Bremen hatte Einwände: „Entgegen dem Wettbewerbsergebnis lässt sich dennoch ein elfgeschossiger Baukörper aus der Maßstäblichkeit der historischen Bebauung aus Sicht der Architektenkammer an dieser Stelle nicht ableiten. Diese städtebauliche Dominante findet keinen Bezug zu dem historischen und neuen Quartier, es sei denn, dass in der städtebaulichen Betrachtung die in den 70er-Jahren von der Neuen Heimat errichteten Wohngebäude ,Grohner Düne' mit einbezogen werden und als stadträumliche Figur gestärkt werden soll.“ Aus Sicht der Architektenkammer ist in Bezug auf das denkmalgeschützte alte Speichergebäude und das maritime Denkmal des Schulschiffs Deutschland „eine Höhenbegrenzung auf die festgesetzte maximale Viergeschossigkeit ... an diesem Standort dringend geboten“.

Nach einer Prüfung durch die zuständige Fachjury soll die Höhe des „Packhauses“ nun laut den Sitzungsunterlagen auf neun Geschosse reduziert werden. Um insbesondere die Qualität der Architektur des „Packhauses“ im Blick zu behalten, werde im städtebaulichen Vertrag mit der Eigentümerin vereinbart, dass die „weiterführende Hochbauplanung mit einem Gestaltungsgremium abzustimmen ist“, heißt es weiter.

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