Dart-Bundesliga Nord

Serie gerissen, aber Vorsprung vergrößert

Erster Punktverlust für den DC Vegesack. Beim Heimspieltag riss die Siegesserie mit dem 6:6 gegen Lumberjacks Salzgitter. Aber im Spitzenspiel gegen Diedersen ließen die Nordbremer nichts anbrennen - 9:3.
13.01.2019, 17:57
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Von Jens Pillnick
Serie gerissen, aber Vorsprung vergrößert

Robert Allenstein spielte in seinem Einzel gegen SC Diedersen Treble Bull drei Shortlegs und warf zwei 180er. Der DC Vegesack gewann das Spitzenspiel mit 9:3.

Jens Pillnick

Vegesack. Erster Punktverlust für den DC Vegesack in der Dart-Bundesliga Nord. Beim Heimspieltag im „Nightfly“ in der Lindenstraße riss die Siegesserie der Nordbremer mit dem 6:6 gegen Lumberjacks Salzgitter. Und trotzdem vergrößerte der amtierende deutsche Meister seinen Vorsprung auf SC Diedersen Treble Bull. Denn in der ersten Partie des Tages hatte Vegesack das Spitzenspiel sicher mit 9:3 gewonnen.

Nach vier von acht Doppelspieltagen weisen die Nordbremer drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten auf und befinden sich auf dem besten Weg, sich die ideale Ausgangsposition für die Endrunde zu verschaffen. „Im Endeffekt ist alles in Ordnung. Die Tabelle sieht gut aus“, erklärte Teamchef Detlef Dolinski, der das Remis gegen Salzgitter kurz und knapp bewerte: „So ist Dart. Doof gelaufen.“ Beim Heimspieltag mussten die personell breit aufgestellten Vegesacker ohne Tomas „Shorty“ Seyler und René Berndt auskommen, die beim Weserpark Darts-Cup in Sebaldsbrück beteiligt waren: Seyler als Moderator, Berndt als Mitwirkender. Dabei waren auch die deutschen WM-Teilnehmer Max Hopp und Gabriel Clemens sowie der Niederländer Roland Scholten.

DC Vegesack – SC Diedersen Treble Bull 9:3: Die ersten beiden Einzel ließen Hochspannung bis zum Schluss vermuten. Alexander Patz unterlag Uwe Landeck trotz zweiter Shortlegs (15, 17) und einer 180 mit 2:3. Vegesacks Neuzugang Raoul Kanitz musste einigermaßen strampeln, um sich gegen Christian Sehring zu behaupten. „Man kann sich in der Bundesliga nicht viele Fehler erlauben, die werden sofort bestraft“, stellte der Vegesacker 2,03-Meter-Mann fest, bei dem die Nervosität so allmählich nachlasse. Kanitz war froh darüber, gleich in der ersten Runde antreten zu dürfen, da der Spielstand da nicht zusätzlichen Druck aufbaue. Mit mehr Leistungsstabilität („Meine Form ist noch sehr schwankend“) rechne er allerdings erst in seiner zweiten Saison, wenn er richtig angekommen sei.

Einem Kopf-an-Kopf-Rennen erteilten die Vegesacker in den verbleibenden sechs Einzeln schnell eine Absage. Lediglich Sefik Gergin, der über Schulterbeschwerden klagte, verlor in der Folge. Für ein 6:2 vor den Doppeln sorgten Andree Welge (3:0), Torsten Wöhlk (3:0), Olaf Tupuschis (3:2), Michael Klönhammer (3:1) und Robert Allenstein (3:0). Allen bisherigen Startern stahl Robert Allenstein abschließend die Show. Mit drei Shortlegs (15, 18, 15) und zwei 180ern zeigte er sein Potenzial und gewann im Schnelldurchgang. „Wenn er gut drauf ist, ist er unsere Nummer eins“, stellte Detlef Dolinski fest.

In den Doppeln ließ Vegesack nichts anbrennen. Jeweils 3:1-Siege gingen an Alexander Patz/Lars Erkelenz, Torsten Wöhlk/Robert Allenstein sowie Christian Bober/Andree Welge. Olaf Tupuschis/Gerd Patzel gestatteten Diedersen den dritten Punkt.

DC Vegesack – Lumberjacks Salzgitter 6:6: Nachdem Diedersen im zweiten Spiel des Tages Lumberjacks Salzgitter mit 9:3 beherrscht hatte, schien Saisonsieg Nummer acht für den DC Vegesack nur Formsache zu sein. Die 4:0-Führung, für die Alexander Patz (3:1), Robert Allenstein (3:1, mit 134er-Highfinish und zwei Shortlegs), Andree Welge (3:1, eine 180) und Torsten Wöhlk (3:2, eine 180, 105er-Highfinisch und zwei Shortlegs) gesorgt hatten, schien diese Vermutung zu bestätigen.

„Doch auf einmal war eine Sättigung dar“, versuchte Detlef Dolinski zu erklären, was nach der 4:0-Führung, die er im Nachhinein als „gefährlich“ bezeichnete, geschah. Das Team habe sich in Sicherheit gefühlt, die Doppel wurden in der Folge verfehlt. Drei der folgenden vier Partien hätten nach Meinung von Dolinski auch andersherum laufen können. Doch sie taten es nicht und die 2:3-Niederlage von Lars Erkelenz (Dolinksi: „Das war die Wende“), das jeweilige 1:3 von Michael Klönhammer und Olaf Tupuschis sowie das 0:3 von Christian Bober hatten ein 4:4 vor den abschließenden vier Doppeln zur Folge.

Und die erwiesen sich als Spiegelbild der Einzel. Olaf Tupuschis/Torsten Wöhlk (3:0) und Alexander Patz/Lars Erkelenz (3:1) brachten den DC Vegesack auf Kurs, doch Michael Klönhammer/Robert Alleinstein (1:3) und Andre Welge/Christian Bober (1:3) gaben den Vorsprung auf der Zielgeraden wieder ab. 6:6 Spiele, 24:24 Sätze – dem Tabellensechsten Lumberjacks Salzgitter war die Überraschung des Spieltages gelungen.

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