Handball-Bremenliga der Frauen Stefanie Fleckenstein behält die Nerven

Die HSG Lesum/St. Magnus wahrte mit einem 20:20-Remis beim Schlusslicht HC Bremen II den Abstand auf den Tabellenletzten.
04.03.2020, 15:41
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord/Schwanewede. Die SG Findorff III bleibt das Maß der Dinge in der Handball-Bremenliga der Frauen. Der verlustpunktfreie Klassenbeste besiegte auch den SV Grambke-Oslebshausen II mit 23:11. Neben dem SVGO II steckt auch die HSG Vegesack-Hammersbeck nach einer 16:18-Schlappe bei der SG Buntentor/Neustadt mitten im Abstiegskampf.

Die HSG Lesum/St. Magnus wahrte mit einem 20:20-Remis beim Schlusslicht HC Bremen II den Abstand auf den Tabellenletzten. Die HSG Schwanewede/Neuenkirchen kletterte dank eines 26:17-Erfolges bei der vierten Vertretung der SG Findorff auf Rang vier.

SG Buntentor/Neustadt – HSG Vegesack-Hammersbeck 18:16 (11:7): „Nach einem guten Beginn ließen wir uns ein wenig von der harten Gangart des Gegners aus dem Konzept bringen“, bedauerte HVH-Trainer Carsten Blum. Fünf Pfosten- beziehungsweise Lattenwürfe und ein paar unkonzentrierte Abschlüsse hätten einen weitaus besseren Halbzeitstand für seine Formation verhindert.

„In der zweiten Hälfte belohnten wir uns leider nicht für eine gute kämpferische Leistung mit etlichen ungenutzten Torchancen“, erklärte Blum. Trotzdem habe seine Mannschaft eine super Moral bewiesen und sei auch wieder auf den richtigen Weg. Nach einem 10:15-Rückstand vergab Annika Haase in Überzahl einen Siebenmeter. Im Anschluss blieb der Gast in Unterzahl ohne Gegentor, und kämpfte sich anschließend noch einmal heran.

HSG Vegesack-Hammersbeck: Ludemann; Armah (3), Gerber (6), Anders, Lamcke (1), Schacht (3), Zielonka, Haase (3), Krüger.

SV Grambke-Oslebshausen II – SG Findorff III 11:23 (7:10): „Meine Mannschaft konnte in der ersten Halbzeit sehr gut mithalten. Im Tor präsentierte sich Ilka Zachow bärenstark. So hielt sie in der ersten Halbzeit nicht nur vier Siebenmeter, sondern glänzte auch noch mit zahlreichen weiteren Paraden“, teilte SVGO-Coach Kirsten Janik mit. Ebenso habe die Einstellung ihrer Mannschaft gestimmt. In der Abwehr wurde beherzt zugepackt. Und im Angriff spielte der Außenseiter sich gute Chancen heraus, die insbesondere von Natascha Rabenhold in Tore umgemünzt wurden. „Unser Kader war von vornherein durch einige kurzfristige Ausfälle recht knapp besetzt. Mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Kim Burdorf wurden uns dann weitere Wechsel-Alternativen genommen“, berichtete Janik. In der zweiten Hälfte hätten die Kräfte zusehends nachgelassen, sodass der sehr routinierte und clevere Klassenprimus seinen Vorsprung immer weiter ausbauen konnte.

SV Grambke-Oslebshausen II: Zachow; Schultze (2), Hänisch, Voß (2), Feldermann (1/1), Fislage (1), Rabenhold (3), Burdorf (1), Siuts, Frese (1).

HC Bremen II – HSG Lesum/St. Magnus 20:20 (8:9): „Das war ein spannendes Spiel mit einem letztlich glücklichen Punktgewinn für uns“, resümierte HSG-Trainerin Jutta Junge. In einem ausgeglichenen Kellerduell konnte sich keine Mannschaft absetzen. 120 Sekunden nach der Rückkehr aus den Kabinen sorgte Pia Messer mit dem Tor zum 10:8 aber für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste.

Nach der Roten Karte gegen Lesums Janine Steinwede in der 44. Minute wegen groben Foulspiels gingen auch die Gastgeberinnen kurzzeitig mit zwei Toren in Führung. „Meine Mannschaft hat sich aber super gefangen, eine kämpferisch starke Leistung gezeigt und nie aufgegeben“, lobte Junge ihr Team. Als die Hastedterinnen acht Sekunden vor Ende des Spiels in Führung gingen, reagierten die Nordbremerinnen mit einem schnellen Anwurf. Pia Messer holte mit einem beherzten Alleingang noch einen Siebenmeter heraus, den Stefanie Fleckenstein mit dem Schlusspfiff zum 20:20-Ausgleich verwandelte.

HSG Lesum/St. Magnus: Witte; Böhmer, Fleckenstein (3/3), Albert (4/2/), Steinwede, Losch (4), Fricke (1), Taucke (6), Messer (2), Bothe.

SG Findorff IV – HSG Schwanewede/Neuenkirchen 17:26 (7:14): „Das Spiel lief für uns von Anfang an richtig gut“, meinte HSG-Übungsleiterin Janina Lehmann. Nach einer Viertelstunde brachte Emely Klenner den Gast mit 8:2 in Führung. Mit vier Treffern in Serie kamen die Gastgeberinnen aber wieder auf 6:8 heran. „Zwischendurch hatten wir einen kleinen Hänger. Das lag daran, dass wir viel gewechselt haben“, erklärte Lehmann. Nach einem Time-out habe sich ihre Mannschaft aber wieder gefangen und sich in einem Zwischenspurt einen Vorsprung von sieben Toren zum Pausentee erarbeitet. Maret Jäger vergrößerte den Abstand mit ihrem Treffer nach 45 Minuten beim 19:10 aber sogar erstmals auf neun Tore. Diese Differenz hatte auch noch beim Schlusspfiff Bestand. „Es war wieder eine souveräne und geschlossene Mannschaftsleistung mit Kampfgeist und absolutem Siegeswillen“, schwärmte Lehmann.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Sandra Pein; Kim Pein, Woelke (4), Neumann, Hanke (6/1), Klenner (4), Dremel, Hasselmann (4/1), Sivanathan (1), Judel, Buth (2), Frank (1), Jäger (4/3) Garstka.

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