Fußball-Bremen-Liga

Unter Zugzwang

Die SG Aumund-Vegesack benötigt gegen BSC Hastedt nach zuletzt vier Niederlagen in Serie dringend ein Erfolgserlebnis.
26.09.2019, 16:01
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald

Vegesack. So eng war der Kampf um die Tabellenführung in der Fußball-Bremen-Liga lange nicht mehr. Mit jeweils 21 Punkten rangeln der FC Oberneuland, SFL Bremerhaven und TuS Schwachhausen um den Platz an der Sonne. Damit ihn der Blumenthaler SV zumindest in Sichtweite behält, darf er sich am Sonntag ab 15.30 Uhr beim Neuling FC Union 60 keinen Ausrutscher leisten. Gänzlich anders stellte sich die Ausgangslage für die SG Aumund-Vegesack dar. Nach vier Niederlagen in Folge benötige seine Mannschaft unbedingt ein Erfolgserlebnis, sagt Trainer Björn Krämer. Kein leichtes Unterfangen gegen den BSC Hastedt, der am Sonnabend um 14.30 Uhr im Vegesacker Stadion antreten muss.

SG Aumund-Vegesack – BSC Hastedt: Nach vier Niederlagen in Folge ist die SAV nicht nur auf den zehnten Tabellenrang abgerutscht. Auch das Selbstbewusstsein der Mannschaft dürfte Kratzer bekommen haben. „Wir müssen uns wieder reinbeißen“, sagt Björn Krämer. Damit will er sagen, dass seine Spieler vor allem Willensstärke und Kampfkraft aktivieren sollen, um sich auf heimischem Rasen wieder mal ein Erfolgserlebnis zu erarbeiten.

Der Vegesacker Coach setzt zudem auf die Erfahrung seines Teams. Viele Spieler seien schon lange in der Bremen-Liga aktiv und könnten mit der zurzeit wenig komfortablen Situation mental umgehen. Das allein reicht jedoch nicht aus, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. Die SAV ist in den vergangenen Wochen auch deshalb als Verlierer vom Platz gegangen, weil sie nach Krämers Analyse Fehler gemacht, die sich nicht wiederholen dürften. „Wir müssen in Abwehr und Angriff klarer und kompromissloser spielen und insbesondere beim Torschuss konzentrierter sein“, fordert der Vegesacker Coach von seinem Team und stellt fest: „Wir brauchen jetzt gegen Hastedt das Erfolgserlebnis, egal wie.“

Damit baut Krämer zwar Druck auf, ist sich aber sicher, dass seine Spieler ihn als Ansporn empfinden. Schließlich könnten sie realistisch einschätzen, dass nach vier Niederlagen zwar nichts schön-, aber auch nicht alles schlechtgeredet werden dürfe. Gegen den BSC Hastedt komme es jetzt darauf an, dass Abwehr und Angriff eine geschlossene Einheit bildeten und dem Gegner 90 Minuten lang möglichst keinen Raum zur Entfaltung ließen. Dazu können die verletzten Lokman Abdi, Lennart Kettner sowie der erkrankte Marvin Syla an diesem Sonnabend nicht beitragen. Im Gegensatz zu den Nordbremern ist die Entwicklungskurve der Mannschaft vom Stadtwerder positiv verlaufen. Die Hastedter haben aus den letzten fünf Begegnungen neun Punkte mitgenommen und die Vegesacker in der Tabelle überflügelt. Und insgesamt nur zehn Tore benötigt, um zwölf Punkte zu ergattern. Das spricht für eine starke Defensive.

FC Union 60 – Blumenthaler SV: Im Gegensatz zur SG Aumund-Vegesack kann Lokalrivale Blumenthaler SV mit einer positiven, wenngleich nicht optimalen Entwicklung aufwarten. In den vergangenen fünf Begegnungen wuchs das Punktekonto der Burgwallelf zwar um zehn Zähler. Doch das 2:2-Remis im jüngsten Heimspiel gegen den Habenhauser FV wird auch von Trainer Denis Spitzer als unnötiger Rückschlag eingestuft. „Die Begegnung hat gezeigt, dass wir im Vergleich zu dem Trio vor uns in der Tabelle noch nicht clever genug sind“, blickt Spitzer zurück. Dass auch renommierte Teams wie der Bremer SV gegen vermeintliche Underdogs ins Stolpern kommen können, ist denn auch wenig tröstlich. Die Westbremer mussten sich vor einer Woche nach einer 3:0-Führung noch mit einem 3:3 gegen die Leher TS begnügen.

Der FC Union 60 ist für Denis Spitzer ein Aufsteiger, dessen Qualitäten er nach eigenen Worten nicht einschätzen kann. Deshalb werde man sich ganz und gar auf die eigenen Stärken konzentrieren, um drei Punkte aus der Pauliner Marsch zu entführen. Zu den Blumenthaler Stärken gehört zweifellos die Offensivabteilung, auch wenn sie gegen Habenhausen viele Chancen ungenutzt ließ. Dass man sich nun mit Yves Mfumu von einem Stürmer getrennt hat, der zu großen Hoffnungen Anlass gab, ist nach Ansicht des Blumenthaler Trainers folgerichtig gewesen. Der 21-Jährige habe die Erwartungen nicht erfüllt und sich auch nicht wie erhofft in die Mannschaft integriert. Als positives Gegenbeispiel bezeichnet Spitzer seine Sturmspitze Vinzenz van Koll. Der zwar gegen Habenhausen Ladehemmung hatte, sich aber – ob Training oder Spiel - nach den Worten seines Trainers immer reinkniet.

Der FC Union 60 ist für Spitzer zwar ein unbeschriebenes Blatt. Doch der Tabellenstand (Vorletzter) dürfe seine Mannschaft nicht dazu verleiten, den Liga-Neuling zu unterschätzen. Der übrigens am 5. Oktober im Lottopokalspiel erneut als Gegner wartet. Am Sonnabend aber gehe es erst einmal darum, Union nicht ins Spiel kommen zu lassen, um dann mit Übersicht und Konzentration die erforderlichen Treffer zum Auswärtssieg zu erzielen, lautet der Appell des BSV-Trainers an seine Mannschaft.

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