Theater Kampfkunst trifft Bühnenkunst

Bühnenkunst trifft Kampfkunst, Bremer Shakespeare Company trifft Jacobs University: In Vegesack ist auf dem Sedanplatz "Kick Box Wort Gefecht" aufgeführt worden.
11.09.2021, 19:45
Lesedauer: 2 Min
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Kampfkunst trifft Bühnenkunst
Von Björn Josten

Wird das Wetter halten oder nicht? Diese bange Frage schwebte am Sonnabend über der geplanten Aufführung "Kick Box Wort Gefecht" auf dem Sedanplatz in Vegesack. Am Rande des Heimatshoppens auf der Einkaufsmeile waren Stühle aufgestellt und das Areal eingezäunt. So sieht es aus, wenn während der Pandemie Kultur im öffentlichen Raum angeboten wird. Die Reihen waren kurz vor der Aufführung nur spärlich besetzt. Und in der Tat: Kurz vor dem Start tröpfelte es von oben. Da aber mittlerweile noch einige Besucher vor dem Einlass auf die Registrierung warteten, konnte das Stück im Trockenen über die Bühne gehen. Anfängliche Tonprobleme mit dem Headset des Zeremonienmeisters wurden kurzerhand mit einem schnurlosen Handmikro behoben.

"Kick Box Wort Gefecht" verbindet Bühnenkünste mit Kampfkünsten. Und die Bremer Shakespeare Company mit der Jacobs University (JUB). Akteure beider Einrichtungen stiegen in Vegesack vor mittlerweile ordentlich gefüllten Reihen gemeinsam in den Boxring. Peter Lüchinger, Michael Meyer, Sofie Alice Miller, Till Stritter und Jakob Fruchtmann boten dabei ein Wechselspiel aus Wortgefecht und Boxkampf. Shakespeares Wortgewalt traf dabei auf physische Gewandtheit. Untermalt war das Ganze mit live gespielter E-Piano-Musik. Das  Wechselspiel im Boxring verschmolz im Laufe der Aufführung mehr und mehr und endete schließlich in einem furiosen Finale mit Schlagzeug und Saxofon.

Außerhalb des eingezäunten Bereiches hatten sich mittlerweile einige Passanten dazu entschieden, das Spektakel zu verfolgen. Einige ließen sich von der Aufführung in ihren Bann ziehen und gingen emotional mit. Andere warfen auch nur einen verwunderten Blick auf die ungewohnte Szenerie und gingen weiter ihrer Wege.

Innerhalb lieferte ein Teil des bunt gemischten Publikums bei den Kampfsportszenen, wo eine Martial-Art-Kämpfer sich mit einem Boxer maß, eine sporttypisch ausgelassene Atmosphäre. Es waren offenbar Studenten, die sich erst etwas verschämt und schließlich ziemlich ausgelassen und lautstark auf die Seite des Boxers "Dynamite" geschlagen hatten. Der Boxer wurde gespielt vom JUB-Dozenten Jakob Fruchtmann.

Das Publikum dankte dem Ensemble dessen Einsatz mit wohlwollenden Applaus. Am Abend sollte das Stück ein weiteres Mal im benachbarten Rondell zur Aufführung gebracht werden.

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