Bundestagswahl Herabsetzen des Wahlalters ist überfällig

Das Wahlrecht ab 18 ist ein veraltetes Konzept. Es wird dem wachsenden politischen Interesse der jungen Bevölkerung nicht gerecht. Auch Minderjährige müssen dringend mehr zu sagen haben, meint Judith Kögler.
15.09.2021, 15:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Judith Kögler

Die Schülerbewegung Fridays for Future hat auf der Straße eine laute Stimme. Bei der Bundestagswahl muss diese Stimme verstummen. Es wird Zeit, dass sich das ändert und das Wahlalter auch auf Bundesebene auf das 16. Lebensjahr herabgesetzt wird.

Initiativen wie die U18-Wahl setzen hier an. Sie leisten einen wichtigen Teil bei der politischen Bildung junger Menschen. Trotzdem haben ihre Ergebnisse keine direkte Auswirkung auf die Zusammensetzung des Bundestages. Und ohne direkte Auswirkung, können es sich Parteien immer noch erlauben, beim Regieren die Jüngeren weitestgehend auszuklammern. Beispiele wie die mangelnde Digitalisierung in Schulen und die unzureichende Klimapolitik machen das deutlich. Dabei sind gerade dies Themen im Wahlkampf, die vorwiegend die junge Generation betreffen. Schade nur, dass die Leidtragenden nichts zu melden haben. 

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Um ein demokratisches Ungleichgewicht also langfristig zu verhindern, darf das Wählen unter 18 nicht nur ein selbstorganisiertes Spiel bleiben. Es muss in die Realität umgesetzt werden. Das viel bemühte Gegenargument der politischen Mündigkeit und Verstandesreife ist dabei veraltet. Unlängst haben Studien gezeigt, dass sich auch Jugendliche unter 18 Jahren ein politisches Urteil bilden können – und auch wählen gehen würden. Das deckt sich auch mit den Erfahrungen der U18-Wahlinitiatoren.

Daher: Es darf nicht bei Demo-Plakaten und Wahlsimulationen bleiben. Die junge Generation braucht endlich ein Mitspracherecht. Auch an den Wahlurnen der Bundestagswahl.

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