Straßenarbeiten Die Achse Findorff-Walle wird trotz Baustelle aufrecht erhalten

Am Verteilerkreis Utbremen wird in den Sommerferien die Fahrbahn erneuert. Dafür wird jeweils eine Hälfte des Kreisels gesperrt und die andere für den Verkehr in beide Richtungen geöffnet.
03.03.2021, 14:16
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Die Achse Findorff-Walle wird trotz Baustelle aufrecht erhalten
Von Anne Gerling

Wie saniert man einen stark befahrenen Verkehrsknotenpunkt so, dass der Verkehrsfluss dabei so wenig wie möglich beeinträchtigt wird? Mit dieser Frage hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten Mark Castens beschäftigt, der im Amt für Straßen und Verkehr (ASV) das Referat Straßenerneuerung im Bremer Westen leitet. Denn, so Castens: „Uns ist im letzten Jahr aufgefallen, dass sich am Verteilerkreis Utbremen der Zustand der Fahrbahn immer weiter und sehr rasch verschlechtert.“

In den Sommerferien – in denen üblicherweise weniger Verkehr ist – soll deshalb der Straßenbelag auf dem gesamten Kreisel erneuert werden. Dafür wird in den Monaten Juli und August jeweils eine Hälfte des Verteilerkreises gesperrt und der Verkehr zwischen Osterfeuerberger Ring und Utbremer Ring dann in beiden Richtungen jeweils einspurig durch die andere Hälfte geführt, sodass die Achse Findorff-Walle aufrecht erhalten bleibt.

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Vom 23. Juli bis 6. August ist die südwestliche Kreiselhälfte gesperrt und vom 7. bis 21. August die nordöstliche Kreiselhälfte. „Die Verkehrsteilnehmer sind dann aufgefordert, sich zu konzentrieren“, so Castens, denn während in dieser Zeit insgesamt 5000 Quadratmeter Asphalt erneuert und bei dieser Gelegenheit auch gleich noch Schäden am Kanal repariert werden, kommen den Autofahrern im Kreisel dann ausnahmsweise auf der zweiten Fahrspur Fahrzeuge entgegen.

Damit auch Busse und Lkw die Strecke befahren können und ausreichend Platz für den Spurwechsel haben, wird zunächst vom 16. bis 22. Juli auf dem Utbremer Ring in Höhe Salzburger Straße die Fahrbahn etwas verbreitert. Dieses Provisorium wird zwischen 23. und 30. August wieder entfernt und der Fußgängerüberweg an dieser Stelle wieder hergerichtet und dabei auch gleich barrierefrei gestaltet.

Während der Baumaßnahme werden verschiedene Umleitungsempfehlungen ausgeschildert. Der Fly-over ist von den Arbeiten nicht betroffen und Fußgänger und Radfahrer können den Utbremer Kreisel während der gesamten Bauzeit problemlos passieren. Für die Kreisel-Sanierung war einiges an Arbeit und Tüftelei nötig: Nachdem die Sanierung im Dezember beschlossen wurde, hatte Castens zunächst die genauen Flächen ermittelt und die gesetzlich vorgeschriebene Materialuntersuchung beauftragt, um nähere Informationen zu dem am Kreisel verbauten Materialien und etwaigen Schadstoffen zu bekommen.

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Anschließend mussten die erforderlichen Arbeiten genau definiert und die damit verbundenen Kosten geschätzt und angemeldet werden, sodass entsprechende Mittel im Haushalt berücksichtigt werden konnten. „Wir haben jetzt Aussicht auf die Mittel“, so Castens, für den es damit in die nächste Runde ging: Im Zuge der Trägerbeteiligung hat er sich mit etwa 80 Vertretern verschiedener Institutionen wie Polizei, Feuerwehr, Handelskammer, Landesverband Verkehrsgewerbe Bremen (LVB), den Beiräten in Walle und Findorff und vielen anderen auseinander gesetzt, um ihre Belange bei der Planung zu berücksichtigen.

Auch mit seinen Fachkolleginnen und Kollegen hat sich der Referatsleiter abgestimmt und vor Ort umgesehen. Dabei habe sich gezeigt, dass Arbeiten am Utbremer Kreisel und am Osterfeuerberger Ring zusammengelegt werden können, so Castens: „Dadurch wird sich die Bauzeit der Baumaßnahme im Osterfeuerberger Ring verkürzen.“

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