Waller Stadtteilfest Auf der Vegesacker Straße bleibt es dieses Jahr ruhig

Alle zwei Jahre im Sommer strömt ganz Walle auf die Vegesacker Straße, um gemeindsam ein großes Stadtteilfest zu feiern. Nicht so in diesem Jahr: Das Kulturhaus Walle hat die Veranstaltung nun abgesagt.
30.04.2020, 05:36
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Auf der Vegesacker Straße bleibt es dieses Jahr ruhig
Von Anne Gerling

„Die meisten werden es sich schon gedacht haben“, sagt Janine Claßen, Geschäftsführerin im Kulturhauses Walle Brodelpott: „Wir müssen leider auch das diesjährige Waller Stadtteilfest auf der Vegesacker Straße absagen.“ Lange habe sich das Team gewünscht, dass das am dritten Juniwochenende geplante Fest vielleicht doch noch stattfinden könne – allerdings habe sich immer deutlicher abgezeichnet, dass daraus nichts werden würde.

Schon vor Längerem habe Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz (SPD) bei einer Telefonkonferenz mit verschiedenen Kultur-Akteuren in Bremen die Einschätzung geäußert, dass in der ersten Jahreshälfte wohl keine Großveranstaltungen stattfinden könnten, erzählt Claßen: „Ich konnte mich also schon darauf einstellen. Nun ist es tatsächlich verboten worden – und das ist auch total richtig.“

Für die Organisatoren allerdings sei es schon ein Schlag, dass das Stadtteilfest – bislang eine feste Größe im Kalender – in diesem Jahr nicht stattfinde: „Wir hatten schon viele Ideen und mehrere Treffen. Es hatten sich auch schon viele Leute angemeldet, die einen Stand beim Flohmarkt oder ein Essensangebot machen wollten.“

Claßen zufolge wird das Waller Fest, das alle zwei Jahre im Wechsel mit dem „Gröpelinger Sommer“ auf der Lindenhofstraße stattfindet, ganz bewusst nicht auf das kommende Jahr verschoben: „Wir wollen im Zwei-Jahres-­Rhythmus bleiben. Außerdem gibt es Förderer und Beteiligte, die an beiden Veranstaltungen beteiligt sind. Das wäre unglücklich gewesen.“

Ein kleineres Fest werde es 2021 in Walle aber geben: Das Sommerfest am Pulverberg auf dem Quartiersplatz direkt vor der Haustür des Kulturhauses soll Claßen zufolge stattfinden. „Die Idee ist, dass wir es etwas größer als sonst machen und es eventuell auf Samstag und Sonntag ausweiten und eine Bühne aufbauen“, so die Brodelpott-Chefin. Vielleicht könne man dann auch Künstler einladen.

2022 wird für den Brodelpott ein ganz besonderes Jahr, dann nämlich kann die Einrichtung auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. „Das wäre ganz doof, wenn es da kein Stadtteilfest gäbe. Also müssen wir jetzt alle ganz stark sein und zwei Jahre warten“, sagt Claßen.

Immerhin eine gute Nachricht kann sie aber doch verkünden: Die Brodelpott-Bibliothek darf ab Montag, 4. Mai, wieder öffnen. Montags bis freitags zwischen 15 und 17 Uhr können dort dann – bei reduzierter Besucherzahl – wieder Bücher und DVDs ausgeliehen werden, so Claßen: „Man kann sich auch telefonisch unter 3 88 70 73 bei Eva Koprek melden, um einen Termin abzusprechen.“ Kurz vor den Osterferien ist Koprek zufolge eine frische Bücher-Lieferung eingetroffen, auf die sich die Besucher nun freuen können. Jeweils sechs Personen dürfen die Bibliothek gleichzeitig nutzen – mit Mundschutz. Wer keinen hat, kann im Brodelpott gegen eine Spende einen Mundschutz erwerben.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+