70 Jahre Bundesland Bremen Stolz, ein Bremer zu sein

Am Donnerstag haben rund 2000 Menschen das 70-jährige Bestehen des Bundeslandes Bremen auf dem Marktplatz mit einem großen Mitsingfest gefeiert.
01.06.2017, 11:02
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Von Von Sigrid Schuer

Am Donnerstag haben rund 2000 Menschen das 70-jährige Bestehen des Bundeslandes Bremen auf dem Marktplatz mit einem großen Mitsingfest gefeiert.

Die Sonne strahlt vom azurblauen Himmel auf Bremens gute Stube herab. Kein Kaiserwetter, nein, bestes Hanseatenwetter. Der Marktplatz ist voll mit Menschen, die ihrer Heimatstadt zum 70. Geburtstag ein Ständchen singen wollen.

Vor der Bühne drängen sich viele Schulklassen. „Das ist ein wunderschöner Anblick, als ob Werder deutscher Meister geworden wäre. Schön, sonnig und liebevoll, so lieben wir unser Bundesland.

Ja, wir sind frei, eine freie Hansestadt seit über 1000 Jahren. Ich bin stolz, bei Euch zu sein, ich bin stolz, ein Bremer zu sein“, ruft Bürgerschaftspräsident Christian Weber von der Bühne herab.

Er dankt den Initiatoren des großen Liederfestes „Bremen so frei“, Senatsdirektor a.D. Eberhard Kulenkampff und dem Präsidenten des Deutschen Chorverbandes Henning Scherf. Die sind mitten in der Menschenmenge und strahlen übers ganze Gesicht.

Dann bedankt sich Christian Weber besonders bei den 2000 Schulkindern aus ganz Bremen, die die „wunderbaren Texte von Imke Burma“ singen. Ganz spontan haben sich auch die Drei- bis Sechsjährigen von der Kita Osterhop mit ihren Betreuerinnen und Betreuern Jannine Berg, 37, Bärbel Engelhardt, 54 und André Heuer, 55, aus Hemelingen auf den Weg zum Marktplatz gemacht. „Bei uns wird ohnehin viel gesungen“, sagt Bärbel Engelhardt.

Nun sitzen die Kita-Kinder auf den Stufen der Bürgerschaft und singen begeistert den groovenden Stadtwerdungs-Blues mit: „Boing, ein Dom – ist der nicht toll? Und mit einem schicken Wappen müsst' es mit der Stadt wohl klappen. Ach komm, wir schließen Herzen auf, hier ist dazu der Schlüssel“.

Lieder über die Bremer Freiheit

Universitätsmusikdirektorin Susanne Gläß, bei der seit Wochen alle musikalischen Fäden zusammenlaufen, gibt als Dirigentin auf der Bühne alles. Sie begrüßt den riesigen Chor mit einem herzlichen „Moin, moin“, gibt noch einige Anweisungen, ja und dann geht's auch schon los.

Klar, dass auch sie kräftig mitsingt. Jubel und Applaus brandet nach dem ersten Lied auch für Imke Burma auf, der „Textfee“ und Autorin der Lieder. Moderator Markus Riemann, der das Projekt „Bremen so frei“ in wochenlanger Vorarbeit gemanagt hatte, ruft: „Ist das nicht toll, in der Sonne diese Lieder über die Bremer Freiheit zu singen?“

Dann befragt der Projektkoordinator Imke Burma nach dem kompliziertesten Song und sie räumt ein: „Das war schon das Lied über die Hanse. Besonders dazu, aber auch sonst habe ich im Vorfeld über Bremens Geschichte ordentlich viel lesen müssen und viel dabei gelernt“.

"Bremerhaven, kleine Schwester"

Dann ist Mittanzen beim schmissigen Hanse-Swing angesagt. Die Komponisten der Lieder, Nicolas Jehn an der Gitarre und David Jehn am Bass, haben ihre Töchter Luisa und Sara mitgebracht, die auf der Bühne ebenfalls kräftig mitsingen. Werder-Urgestein Max Lorenz, sozusagen einer der Vorgänger von Pizarro, hat eine Grußbotschaft mitgebracht, aber auch Gerd Blancke.

Der trägt seine Botschaft, so wie sich das für einen echten Bremer Butjer gehört, auf Plattdütsch vor und ruft den Hansestädterinnen und Hansestädtern ein fröhliches „Ahoi, Bremen!“ zu und betont: „Bremerhaven war ja für viele Auswanderer die letzte Station auf dem Weg in die Neue Welt und sie sind von uns immer gut behandelt worden“.

Dann stimmen alle das Lied: „Bremerhaven, kleine Schwester“ an. Und der Chef des Blancke-Trios hat ganz zum Schluss noch einen besonderen Wunsch auf dem Herzen: „Wenn das Liederfest künftig in jedem Jahr immer am 1. Juni wiederholt werden sollte, dann möchten wir auch in Bremerhaven mal der Ausrichter sein!“

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