Quiz Testen Sie ihr Wissen rund um das Thema Hochwasser in Bremen

Früher sorgten Hochwasser in Bremen und an der Nordseeküste immer wieder für vollgelaufene Keller, gebrochene Deiche und manchmal sogar Todesfälle. Wie sieht die Sicherheitslage heute aus?
21.09.2021, 08:00
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Von Sophia Allenstein

Durch seine geografische Position ist Bremen grundsätzlich anfällig für Hochwassersituationen. Dazu trägt die relative Meeresnähe und niedrige Geländehöhe der Stadt bei - aber auch die Nachbarschaft zu Weser, Lesum, Wümme und Ochtum. Im Falle eine Sturmflut drückt sich das Wasser von der Nordsee aus in die Weser, das Flussbett wirkt wie ein Trichter. „Früher musste das Wasser von der Nordsee aus viele Widerstände überwinden“, sagt Rolf Dülge, technischer Leiter des Bremischen Deichverbandes am rechten Weserufer. Seit dem Weserausbau ab Ende des 19. Jahrhunderts ist damit Schluss: „Damit hat man die Nordsee eingeladen, nach Bremen zu kommen“.

Damit Füße und Keller im Stadtgebiet trotz Starkregen, Sturmflut und Schneeschmelze möglichst trocken bleiben, koordinieren zwei Bremer Deichverbände und die Hafengesellschaft Bremenports die praktische Umsetzung des Hochwasserschutzes. Und behalten den Klimawandel im Blick. Mit einem Meter Meeresanstieg für dieses Jahrhundert rechnen Hochwasserschutzbeauftragte - und rüsten die Infrastruktur entsprechend nach. Um mehrere dutzend Zentimeter wachsen Deiche und Schutzmauern in Rablinghausen, Blumenthal, beim Haven Höövt in die Höhe - in Rablinghausen müssen hierfür 60 Kleingartenparzellen weichen. In der Geeste soll zudem ein neues Sperrwerk entstehen, um den steigenden Wassermassen Einhalt zu gebieten.

Laut dem Deichverband am rechten Weserufer kommt den Sperrwerken, etwa in Ochtum, Geeste und Wümme, bei der Regulierung der Wasserströme eine ganz entscheidende Rolle zu. So erreichen die Wümmedeiche etwa nur eine Höhe von etwa 4,30 Metern, jährlich wiederkehrende Sturmfluten im Winter aber durchaus  einen Pegel von deutlich über vier oder sogar fünf Metern. "Ohne Sperrwerke würde das durchrauschen", sagt Dülge, mit Sperrwerken kann die Wucht des Wassers dagegen abgefangen werden. Wer sich nach den Überflutungen im Ahrtal Sorgen über die Standfestigkeit von lokalen Deichen und Schutzwänden macht, den kann Dülge dann auch beruhigen. Momentan bewege sich der Hochwasserschutz vor Ort auf einem sehr hohen Sicherheitslevel. Und: Starkregenereignisse wie in der Eifel kämen eher punktuell vor und seien hier in diesem Ausmaß eher nicht zu erwarten.

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