Statistik für 2021 Bremen verzeichnet weniger Verkehrstote – wo Unfallschwerpunkte liegen

Auch wenn die Zahl der Verkehrsunfälle im Land Bremen gestiegen ist, hat es 2021 weniger Verkehrstote gegeben. Bei einem Verkehrsmittel ist allerdings eine deutliche Zunahme an Unfällen zu beobachten.
29.03.2022, 13:33
Lesedauer: 2 Min
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Bremen verzeichnet weniger Verkehrstote – wo Unfallschwerpunkte liegen
Von Lina Wentzlaff

Weniger Verkehrstote und verunglückte Radfahrer: Auch 2021 wirkte sich das geringere Verkehrsaufkommen in Zeiten der Corona-Pandemie auf die Unfallstatistik im Land Bremen aus. Der Senator für Inneres hat am Dienstag die Verkehrsunfallentwicklung für das vergangene Jahr vorgestellt. Im Land Bremen kam es 2021 zu insgesamt 20.377 Verkehrsunfällen.

Die gute Nachricht vorweg: Obwohl rund 130 Verkehrsunfälle mehr als 2020 gemeldet wurden, ist es im vergangenen Jahr auf Straßen im Land Bremen immer noch zu deutlich weniger Kollisionen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit gekommen. In der Hansestadt waren die Gesamtunfallzahlen sogar rückläufig. In Bremerhaven hingegen stiegen sie um 214.

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Die Zahl der Leichtverletzten ist im Land Bremen um 79 Fälle angestiegen. Dagegen ist weiterhin ein Rückgang bei den Schwerverletzten zu erkennen, 44 Menschen weniger als im Jahr zuvor. Ausgesprochen positiv sei zudem, dass im Jahr 2021 insgesamt acht Menschen weniger bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren haben, teilte das Innenressort mit. In der Weserstadt sank die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent. Die Stadt Bremerhaven hatte sogar keinen Verkehrstoten zu verzeichnen.

Hauptursachen für Unfälle in Bremen

Hauptursachen für Unfälle seien ungenügender Abstand, gefolgt von Fehlern beim Abbiegen und Wenden sowie fehlerhaftes Fahrstreifenwechseln. Bei der Unfallursache "nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit und Abstand" ist weiterhin der rückläufige Trend sichtbar: insgesamt 704 Verkehrsunfälle weniger als im Vorjahr. Trotzdem seien diese Ursachen nach wie vor auch die folgenschwersten. Die Polizei werde daher an ihrer Strategie festhalten und weiterhin Geschwindigkeitskontrollen und Abstandsmessungen durchführen, kündigte das Innenressort an.

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Auch die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Radfahrer ist im Land Bremen gesunken. Im Jahr 2021 ereigneten sich hier 1433 Verkehrsunfälle und damit 180 weniger als im Vorjahr.

Unfälle mit E-Scootern nehmen deutlich zu

Während Fahrradunfälle auf Bremer Straßen zurückgingen, verzeichnete die Polizei eine deutliche Zunahme an Unfällen, an denen E-Scooter beteiligt waren – von 38 Fällen im Jahr 2020 auf 116. Der deutliche Anstieg liege möglicherweise darin begründet, dass die E-Scooter von bundesweiten Anbietern erst 2019 auf den Markt kamen, vermuten die Experten. Besonders auffällig sei der Anstieg der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von E-Scootern unter dem Einfluss von Alkohol. Laut Statistischem Bundesamt war bereits 2020 Alkoholeinfluss die häufigste Verkehrsunfallursache bei E-Scootern auf Bundesebene.

2021 sind diese Zahlen auch im Land Bremen von 6 auf 20 Fälle weiter gestiegen. Aufgrund der fehlenden Helmpflicht käme es bei Unfällen mit dem E-Scooter zudem immer wieder zu schweren Kopfverletzungen, insbesondere bei Unfällen unter Alkoholeinfluss.

Unfallschwerpunkte in Bremen und Bremerhaven

Wie in den vergangenen Jahren verzeichnet die Polizei Bremen vor allem an den Knotenpunkten Am Stern, der Stephanibrücke (B6) und Am Brill/ Bürgermeister-Smidt-Straße hohe Unfallzahlen. In Bremerhaven seien vor allem die Kreuzungen Stresemannstraße/ Grimsbystraße, Langener Landstraße/ Cherbourger Straße sowie Borriestraße/ Columbusstraße als Unfallschwerpunkte bekannt.

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