Kommentar über die Warenhaus-Schließungen

Eine Chance für Bremen

Der harte Schnitt bei Galeria Karstadt Kaufhof bringt Tausende Menschen um ihren Arbeitsplatz. Ein bitterer Moment. Speziell in Bremen birgt die Entwicklung aber auch eine Chance, meint Jürgen Hinrichs.
20.06.2020, 08:14
Lesedauer: 1 Min
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Eine Chance für Bremen
Von Jürgen Hinrichs
Eine Chance für Bremen

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof schließt viele seiner Filialen, auch in Bremen und Bremerhaven.

Suhwa Lee

Auch wenn es zynisch klingt, aber etwas Besseres als die Corona-Krise konnte René Benko nicht passieren. Der Eigentümer von Galeria Karstadt Kaufhof besaß vor der Pandemie einen schwer angeschlagenen Warenhauskonzern mit einem Geschäftsmodell von gestern und vielen schwachen Standorten. Jetzt kann Benko unter dem Rettungsschirm des Staates sanieren und wird danach wahrscheinlich besser dastehen denn je.

Tausende Mitarbeiter verlieren durch den harten Schnitt ihren Arbeitsplatz. Ein bitterer Moment für Menschen, die teilweise seit Jahrzehnten in den Kaufhäusern beschäftigt sind. In Bremen trifft es Galeria Kaufhof, in Bremerhaven Karstadt. Beides gewiss Häuser, die ihre beste Zeit hinter sich haben. Traurig ist es trotzdem, auch deshalb, weil Frequenzbringer verloren gehen, die zwar nicht mehr besonders stark sind, aber immer noch Kunden anziehen.

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Doch es gibt auch Chancen, speziell für Bremen, das seine Innenstadt umkrempeln will. Die Kaufhof-Immobilie, ein Schlüsselobjekt, ist jetzt frei dafür. Der große Plan, ausgehend vom Parkhaus Mitte, das abgerissen werden soll, rückt einen deutlichen Schritt näher.

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