Website „WeserVoucher“ startet

Gutscheinaktion: Wie man dem Bremer Einzelhandel helfen kann

Über die neue Plattform WeserVoucher können Kunden Gutscheine für den Einzelhandel in Bremen erwerben – und ihm so durch die Corona-Krise helfen.
08.04.2020, 06:17
Lesedauer: 3 Min
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Gutscheinaktion: Wie man dem Bremer Einzelhandel helfen kann
Von Stefan Lakeband

Die Einkaufsstraßen sind leer, die Innenstadt ist verwaist; Geschäfte sind geschlossen, Hotels und Restaurants leergefegt. Die Corona-Pandemie trifft das gesamte öffentliche Leben und insbesondere für den lokalen Einzelhandel können die Folgen fatal sein. Denn wenn keine Kunden kommen können, fehlen die Einnahmen – während Mieten und andere Verpflichtungen weiter gezahlt werden müssen.

Nun gibt es aber eine einfache Möglichkeit, die Händler vor Ort zu unterstützen. Dazu hat der WESER-KURIER zusammen mit der Sparkasse Bremen und der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) das Portal weservoucher.de ins Leben gerufen. Hier können Bremerinnen und Bremer in wenigen Schritten dem Einzelhandel ihrer Stadt helfen, indem sie einen Gutschein kaufen.

Verkäufer und Käufer profitieren

Die Idee dabei ist ganz simpel: Wer jetzt einen Gutschein erwirbt, der verschafft dem jeweiligen Geschäft Einnahmen und damit kurzfristige Liquidität. Wenn die Läden wieder öffnen dürfen, kann der Kunde seinen Gutschein vor Ort eintauschen. Sowohl Käufer als auch Verkäufer haben also etwas von der Plattform.

„Die Website weservoucher.de ist eine hervorragende Möglichkeit, um die heimische Wirtschaft in Zeiten der Corona-Krise zu unterstützen“, sagt David Koopmann, Vorstand der Bremer Tageszeitungen AG. „Viele Unternehmen kämpfen um das Überleben, und ich freue mich, dass dieses Solidarprojekt der Bremer Tageszeitungen AG gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Bremen und der Sparkasse Bremen die Liquidität der teilnehmenden Unternehmen stärken kann.“

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WeserVoucher richtet sich dabei an alle Unternehmen aus Bremen und der Region – egal ob sie schon einen Onlineshop haben oder bislang nur stationär ihre Waren und Dienstleistungen anbieten. Auch, ob sie bereits Gutscheine verkauft haben, spielt keine Rolle. In wenigen Schritten können sich Firmen auf der Website kostenlos und unverbindlich registrieren. Wenn Kunden einen Gutschein auf weservoucher.de kaufen, wird der Betrieb informiert und bekommt das Geld zeitnah auf sein Konto überwiesen. Wenn die Läden wieder öffnen dürfen, kann der Kunde mit seinem ausgedruckten Gutschein ins Geschäft kommen und vor Ort einkaufen. Die gesamte Abwicklung – vom Kauf bis zur Einlösung – läuft über WeserVoucher.

Wegen der Corona-Krise verzichtet der Anbieter bis zum Sommer auf die Gebühren für einen Gutscheinkauf. Es fallen lediglich Kosten für die Abwicklung der Zahlung an, die von der jeweiligen Zahlungsmethode abhängen.

Zwischen zehn und 250 Euro

Für Kunden ist die Nutzung hingegen immer kostenlos. Das heißt: Wer einen Gutschein für 50 Euro kaufen will, zahlt auch nur 50 Euro. Bezahlt werden kann per Kreditkarte, Paypal, Sofort-Überweisung oder Paydirekt; die Höhe der Gutscheine kann zwischen zehn und 250 Euro liegen. Sie werden direkt nach der Bestellung per E-Mail verschickt.

WeserVoucher will auch dabei helfen, anderen eine Freude zu machen. Deswegen gibt es auf der Website die Möglichkeit, eine Grußbotschaft und ein Foto hochzuladen, um Eltern, Freunden, Oma oder Opa den Gutschein als Geschenk zukommen zu lassen – zusammen mit einer netten Nachricht. „Ein Gutschein kann gleichzeitig auch ein kleiner Ostergruß an alle sein, denen wir aufgrund der aktuellen Situation nicht persönlich begegnen können“, sagt Sparkassen-Vorstand Thomas Fürst. Dem Geldinstitut als Partner und Hausbank vieler bremischen Unternehmen liege es besonders am Herzen, den Handel zu stärken.

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Auch Andreas Heyer, Chef der WFB, sieht in WeserVoucher eine „tolle Idee, um den lokalen Einzelhandel in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Gerade die kleinen, inhabergeführten Geschäfte haben es momentan besonders schwer.“ Die WFB sei daher gerne mit an Bord.

Seit diesem Dienstag können sich Unternehmen auf WeserVoucher anmelden, sodass jeden Tag mehr Geschäfte hinzukommen und die Auswahl für die Kunden wächst. Projekte aus anderen Regionen zeigen, wie erfolgreich so eine Plattform laufen kann. In Bremerhaven haben sich bei einem ähnlichen Portal bereits mehr als 230 Firmen registriert; auf einer Website für das Münsterland sind es fast 600 – von der Apotheke über den Blumenladen und das Schuhgeschäft bis hin zum Weinhändler.

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