Airport Bremen

Ärger um Flughafen-Schließung hält an

Bremen. Die kurzzeitige Schließung des Bremer Flughafens zur besten Reisezeit schlägt weiter Wellen. Für den Zeitraum von 6. bis 11. August können immer noch Reisen ab Bremen gebucht werden - sogar bei großen Veranstaltern wie Thomas Cook und Neckermann.
27.01.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Arno Schupp

Bremen. Die kurzzeitige Schließung des Bremer Flughafens zur besten Reisezeit schlägt weiter Wellen. Wegen der Sanierung der Start- und Landebahn wird der Airport geschlossen, vom 6. bis zum 11. August, 96 Stunden lang. Das Problem: Genau für diese Zeit können noch immer Reisen ab Bremen gebucht werden. Sogar bei großen Veranstaltern wie Thomas Cook und Neckermann.

"Wir wissen schon länger von dem Termin", sagt Neckermann-Sprecherin Bettina Kannwischer. "Aber wir konnten bislang nicht auf die angekündigte Flughafen-Schließung reagieren, da uns die betroffenen Airlines noch nicht mitgeteilt haben, welche Airports sie stattdessen ansteuern." Bei Neckermann geht man davon aus, dass diese Informationen bis Ende nächster Woche vorliegen, dann soll die Änderung auch in das elektronische Buchungssystem aufgenommen werden. "Kunden, die ab Bremen gebucht haben, werden wir über die Veränderungen benachrichtigen", sagt Kannwischer. Ebenso über mögliche Shuttle-Dienste.

Reiseveranstalter Neckermann wusste also von dem Termin, die Bremer Hanseat Reisen GmbH indes nicht. "Sowohl der Flughafen Bremen als auch die betroffenen Airlines haben es versäumt, eine fundierte Erklärung zu den Sanierungsmaßnahmen abzugeben", kritisiert Geschäftsführer Marno Thiel. Offenbar hat es schon Monate vor den eigentlichen Arbeiten reichlich Reibungsverluste gegeben. Von Ryanair hieß es vor zwei Tagen noch, der Bremer Flughafen habe nicht offiziell bestätigt, wann der Airport geschlossen sei. Und auch die Lufthansa wusste bis vor wenigen Tagen nur "informell" von den anstehenden Arbeiten. Und das, obwohl laut Airport bereits im Oktober Airlines und Reiseveranstalter informiert worden sind.

Er könne das nicht bestätigen, sagte Marno Thiel gestern. "Auch der in unserem Fall involvierte renommierte Reiseveranstalter hat bisher weder vom Flughafen Bremen noch von der Lufthansa eine offizielle Mitteilung, also auch keine Handlungsgrundlage gegenüber den Kunden." Trotzdem seien bereits Flüge auf Hannover umgebucht worden, sagt der Hanseat-Geschäftsführer: "Die Kosten für die Transfers Bremen-Hannover-Bremen gehen zu Lasten des Veranstalters."

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