Mehr Effizienz angemahnt

Ariane 6 muss noch kostengünstiger werden

Laut dem Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, könne die europäische Trägerrakete Ariane 6 noch effizienter und kostengünstiger gebaut werden.
28.12.2019, 20:52
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Helmut Reuter

Bei der künftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 gibt es aus Sicht des Raumfahrtkoordinators der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, noch viele Möglichkeiten, effizienter und kostengünstiger zu werden. Durch Verbesserungen an der Oberstufe, am Triebwerk und anderen Stellen liege das Einsparpotenzial im zweistelligen Millionenbereich pro Start, sagte Jarzombek (CDU). „Dieses Potenzial muss gehoben werden. Besseres Material und eine bessere Organisation werden kontinuierlich zur Kostensenkung führen.“ Es sei absolut sinnvoll und ökonomisch geboten, dass Europas Regierungen ihre institutionellen Aufträge an die europäische Ariane 6 gäben. „Denn warum sollten andere an den europäischen Träger glauben, wenn es die eigenen Regierungen nicht tun?“, so Jarzombek.

Die Ariane 6 wird laut dem Hersteller Ariane Group 40 Prozent günstiger als die derzeit eingesetzte Vorgängerrakete Ariane 5. Der Erstflug der Ariane 6 ist für Ende 2020 von Kourou in Französisch-Guayana aus geplant. Die Rakete soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern. Die Oberstufe der Ariane 6 wird in Bremen gefertigt.

Lesen Sie auch

Deutschland beteiligt sich mit rund 23 Prozent an den Gesamtkosten der Ariane-6-Entwicklung. Bei der Ministerratskonferenz der Europäischen Weltraumorganisation Esa wurde Ende November die Finanzierung der Entwicklung wichtiger Technologiebausteine für die Ariane verabschiedet.

Jarzombek betonte, die Raumfahrt sei für die Menschen eine lebenswichtige Infrastruktur. „Ohne Satelliten wüssten wir nichts über den Klimawandel und den Zustand der Pole; die Navigationsgeräte in Autos funktionierten nicht und am Ende brauchen wir selbst, um das Dschungelcamp zu gucken Satelliten, die das Fernsehsignal aus Australien zu uns übertragen.“ In der Raumfahrt gebe es viele Akteure, und es sei möglich, dass sie eine der nächsten großen Industrien werde. „Ich finde es wichtig, dass wir hier in Deutschland mit dabei sind.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+