400 Besucher aus 40 Ländern

Bremen ist ab heute Baumwoll-Hauptstadt

Bis Freitag schaut die Baumwollwelt auf Bremen. Ob aus Brasilien, Indien oder Uganda, 400 Besucher aus 40 Ländern wollen auf der Bremer Baumwollkonferenz erfahren, was es Neues rund um den Stoff gibt.
21.03.2018, 12:34
Lesedauer: 1 Min
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Bremen ist ab heute Baumwoll-Hauptstadt
Von Florian Schwiegershausen
Bremen ist ab heute Baumwoll-Hauptstadt

Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner eröffnet im Rathaus die 34. Bremer Baumwollkonferenz.

Florian Schwiegershausen

Wie lässt sich Baumwolle zum Leuchten im Dunkeln bringen? Wie lassen sich die Fasern noch robuster machen? Und für welche neuen Zwecke lässt sich Baumwolle in der Raumfahrt einsetzen? 400 Experten aus 40 Ländern beschäftigen sich bis Freitag mit diesen und anderen Themen auf der 34. Baumwollkonferenz.

Am Mittwochmorgen eröffneten der Präsident der Bremer Baumwollbörse, Henning Hammer, die Konferenz zusammen mit Wirtschaftssenator Martin Günthner und dem Leiter des Bremer Faserinstituts, Axel Herrmann.

Werkstoff für die Raumfahrt

Günthner verwies in seiner Rede in der oberen Rathaushalle auf Bremens jahrhundertealte Handelstradition: „Bremen war immer Profiteur von freiem Handel.“ Ebenso liege die Zukunft in freiem und fairen Handel, und es gelte, diejenigen in die Schranken zu verweisen, die das in der Zukunft verhindern wollen. Außerdem erwähnte der Wirtschaftssenator, wie Bremen ein gutes Beispiel sein kann für die Zusammenarbeit von Handel und Wissenschaft. So forscht seit den 80er Jahren das Bremer Faserinstitut auch daran, wie sich Baumwolle als Werkstoff für die Raumfahrt einsetzen lässt. Und Günthner stellte die Frage, wie nachhaltige Produktion aussieht, und ob es den Europäern gut zustehe, anderen in der Welt zu erklären, wie sie die Produktion zu optimieren haben.

Neue Einsatzmöglichkeiten für Baumwolle

Der Präsident der Baumwollbörse und Geschäftsführer des Bremer Unternehmens Otto Stadtlander, Henning Hammer, verwies in seiner Rede darauf, dass weltweit 200 Millionen Menschen aus 80 Ländern in die Produktion von Baumwolle involviert sind. Damit das so bleibt, „müssen wir die Verbraucher davon überzeugen, weiter Axel Herrmann, zeigte kurz auf, wie er und seine Kollegen an der Baumwolle forschen. Es gehe darum, die Faser weiter zu verbessern um auch die Einsatzmöglichkeiten zu erhöhen. Die Konferenz wird deshalb unter dem diesjährigen Motto „Cotton Insights“ alles an Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung rund um die Baumwolle aufzeigen. Experten aus aller Welt präsentieren in drei Tagen ihre neuesten Forschungsergebnisse. Die Konferenz findet alle zwei Jahre in Bremen statt.

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