Telefondienstleister plant eigene Projekte in Überseestadt und Güterverkehrszentrum Bremer Nordcom mischt mit beim superschnellen Internet

Bremen. Der Bremer Telekommunikationsanbieter Nordcom will zumindest für einen Teil seiner Kunden den superschnellen Internetzugang über die Breitbandtechnologie VDSL ermöglichen. Diese unterscheidet sich vom klassischen DSL durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.
20.01.2010, 06:10
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Bremer Nordcom mischt mit beim superschnellen Internet
Von Petra Sigge

Bremen. Der Bremer Telekommunikationsanbieter Nordcom will zumindest für einen Teil seiner Kunden den superschnellen Internetzugang über die Breitbandtechnologie VDSL ermöglichen. Diese unterscheidet sich vom klassischen DSL durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Noch schneller im Internet surfen, mehr als 130 Fernsehprogramme empfangen und dabei problemlos übers Internet telefonieren - mit VDSL ist das kein Problem.

Zwei eigene Pilotprojekte sind noch für dieses Frühjahr in der Bremer Überseestadt sowie im Güterverkehrszentrum geplant, erläuterte Nordcom-Geschäftsleiter Thorsten Wieting gestern vor der Presse. Für eine landesweite Versorgung seien die Investitionen in ein solches Netz allerdings zu hoch. An einen flächendeckenden Start ist zunächst nur in Bremerhaven gedacht, der 'Kundenhochburg' von Nordcom. Dazu will die Oldenburger EWE Tel GmbH, zu deren Marken Nordcom gehört, mit der Deutschen Telekom kooperieren. Wieting hofft, dass die Gespräche bis zum Jahresende abgeschlossen sind.

Allein im letzten Jahr, so der Geschäftsleiter, habe der Bremer Telekommunikationsdienstleister mit 5000 Neuzugängen die Zahl seiner Kunden auf 65000 aufstocken können. Zehn Prozent davon seien Geschäftskunden - darunter sämtliche Krankenhäuser in Bremen, Hochschulen und Universitäten sowie zahlreiche Unternehmen wie etwa Photo Dose mit allen Filialen. Insgesamt zählt die Telekommunikationssparte des EWE-Konzerns, zu der neben Nordcom noch sechs weitere regionale Marken gehören, nach letzten veröffentlichten Zahlen über 500000 Kunden. Im Geschäftsjahr 2008 wurde in diesem Bereich ein Umsatz von insgesamt 374 Millionen Euro erzielt. Wie viel die Bremer dazu beisteuerten, wird nicht extra ausgewiesen.

Ob Nordcom mit seinen über 100 Mitarbeitern auch weiterhin Nordcom heißen wird, muss sich noch zeigen. Derzeit werde in der Zentrale von EWE an einer neuen Markenstrategie fürs Telekomgeschäft gefeilt, bestätigte der Nordcom-Chef. 'Die Strategie im Gesamtkonzern ist es, zu fusionieren und zu konsolidieren.' Das könnte auch auf einen einheitlichen Markenauftritt hinauslaufen. Noch seien dazu aber keine Entscheidungen getroffen.

Wieting sieht - im Vergleich mit anderen Wettbewerbern - gerade in der regionalen Ausrichtung die Stärke seiner Marke. 'Wir sind einfach flexibler und schneller vor Ort.' Und das wüssten auch die Kunden zu schätzen, wie eine aktuelle Umfrage durch ein Marktforschungsinstitut belege. Vor allem im Bereich Geschäftskunden will Nordcom seinen Service ausbauen. Ein neu eingerichtetes Kundenmanagement soll sich persönlich und vor Ort um ihre Belange kümmern. Punkten will Wieting zudem mit neuen Angeboten für mehr Internetsicherheit: Dazu geht Nordcom mit einem kompletten Paket an den Start, das nicht nur Viren und Spam-Meldungen abwehrt, sondern auch die Bereiche Kinder- und Jugendschutz, Firewall und Anti-Phishing umfasst. Kosten: ab 2,95 Euro monatlich.

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