Kommentar über Brebau und Gewoba In der Wohnungsbaupolitik anders auftreten

Bremen hat die Brebau übernommen. Gleichzeitig wird der Anteil der Banken an der Gewoba unter eine wichtige Grenze gedrückt. Möglicherweise fehlt dadurch ein Regulativ, meint Jürgen Hinrichs.
05.02.2019, 22:13
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In der Wohnungsbaupolitik anders auftreten
Von Jürgen Hinrichs

Man wollte es zuletzt schon nicht mehr glauben: Gut anderthalb Jahre her, dass Bremens Bürgermeister Carsten Sieling ankündigte, die Brebau zu einem komplett städtischen Wohnungsbauunternehmen machen zu wollen. Das Gefeilsche darüber verlor sich dann aber in einem Gestrüpp komplizierter rechtlicher Vorschriften und taktischer Kniffe.

Nun ist der Knoten durchschlagen. Ein Ergebnis, das Fragen offenlässt, weil noch nicht alle Einzelheiten bekannt sind. Fest steht aber, dass Bremen in der Wohnungsbaupolitik künftig ganz anders auftreten kann – nicht nur durch Planungsrecht und Grundstückspolitik, sondern mit zwei eigenen Akteuren.

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Die hundert Prozent Einfluss bei der Brebau sind das eine, gravierender noch wirken sich die Veränderungen bei der Gewoba aus, die um ein Vielfaches größer ist. Dort hatte Bremen zwar die Mehrheit, musste wegen der Sperrminorität aber auf einen Pool von Banken Rücksicht nehmen. In Zukunft wird es leichter sein, über Neubauprogramme, Modernisierung und Mietniveau zu entscheiden. Vielleicht, und das ist die Gefahr, fehlt dann aber das marktwirtschaftliche Regulativ.

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