Debatte über maritime Wirtschaft

Investitionen in bremische Häfen gefordert

Welche Impulse brauchen die bremischen Häfen, um ihrer Rolle als Rückgrat der regionalen Wirtschaft weiter gerecht werden zu können? Über dieses Thema ist am Donnerstag in der Bürgerschaft debattiert worden.
18.09.2020, 05:00
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Investitionen in bremische Häfen gefordert
Von Jürgen Theiner
Investitionen in bremische Häfen gefordert

Güterumschlag am Eurogate-Terminal in Bremerhaven.

Florian Schwiegershausen

Das Land Bremen muss in seine Häfen investieren und sich innovationsfreudig zeigen, damit die maritime Wirtschaft auch in vielen Jahren noch floriert. In dieser Einschätzung waren sich die Fraktionen der Bürgerschaft am Donnerstag einig. Doch was vorrangig in Angriff genommen werden muss und was vielleicht eher stört, darüber gingen die Meinungen in einer Grundsatzdebatte dann doch merklich auseinander.

Für die CDU mahnte ihre Hafenpolitikerin Susanne Grobien, in den Anstrengungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit nicht nachzulassen. Bremerhaven falle bei den Umschlagzahlen gegenüber Rotterdam und Antwerpen zurück, „und daran ist eben nicht Corona schuld“. Grobien forderte Investitionen in die Ertüchtigung der Kajen. Auch die Vertiefung der Außenweser müsse in Angriff genommen werden.

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„Um wieder vor den Wind zu kommen“ sei zudem eine engere Kooperation mit den übrigen norddeutschen Hafenstandorten nötig. Für die Grünen riet Robert Bücking zu einer differenzierten Betrachtung. So gebe es für die Stagnation des Containerumschlags in Bremerhaven auch strukturelle Gründe im internationalen Handel, denen mit einem Ausbau der Kapazitäten an den Kajen nicht beizukommen sei.

Für die Liberalen forderte Hauke Hilz, Automatisierung und Digitalisierung als Chance zu begreifen, auch wenn diese Trends bei einigen Tätigkeiten im Hafen zu Arbeitsplatzverlusten führen könnten. Verweigere man sich diesen Entwicklungen, statt sie aufzugreifen, werde alles viel schlimmer. Jörg Zager (SPD) sah in der beruflichen Qualifikation der Beschäftigten im Hafen und an Bord der Schiffe einen wichtigen Erfolgsfaktor. Die Hochschulen müssten auf diesem Gebiet ihr Potenzial stärker ausschöpfen. So würden etwa die Studiengänge für Schiffsbetriebstechniker viel zu wenig nachgefragt.

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