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Nordsee: Ungeklärte Punkte zum Verbleib in Bremerhaven

Für den Verbleib vom Verwaltungssitz der Fischrestaurantkette Nordsee in Bremerhaven gibt es noch ungeklärte Punkte. Das hat das Unternehmen mitgeteilt.
23.01.2020, 18:45
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Nordsee: Ungeklärte Punkte zum Verbleib in Bremerhaven
Von Florian Schwiegershausen
Nordsee: Ungeklärte Punkte zum Verbleib in Bremerhaven

Die Verhandlungen über einen Sozialplan bei der Restaurantkette Nordsee gehen weiter.

Jens Wolf/DPA

Die Freude scheint zu früh gewesen zu sein über den Verbleib der Restaurantkette Nordsee mit ihrem Verwaltungssitz in Bremerhaven. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte mit, dass aktuell über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die Mitarbeiter verhandelt werde - „zur geplanten Umsetzung wichtiger Projekte“, wie es in dem Statement heißt. Derzeit befinden sich Unternehmen und Betriebsrat im sogenannten Einigungsstellenverfahren. „Die Standortfrage Bremerhaven ist im aktuellen Einigungsstellenverfahren nicht Bestandteil und demzufolge gibt es keine Klärung“, sagte die Sprecherin.

Zu einem solchen Verfahren kommt es normalerweise, wenn Geschäftsführung und Betriebsrat darüber verhandeln, was mit Mitarbeitern passiert, denen aus betriebsbedingten Gründen gekündigt werden soll. Dabei kann es beispielsweise um die Höhe der Abfindungen gehen, oder auch, ob für die entlassenen Mitarbeiter eine Transfergesellschaft gegründet wird, um sich zu qualifizieren. Den Weg über ein Einigungsstellenverfahren ist die Gewerkschaft NGG auch im Falle des Bremer Schokoladenherstellers Hachez gegangen, der in diesem Jahr seine Produktion aus der Bremer Neustadt nach Polen verlagern will.

Der WESER-KURIER hatte berichtet, dass die Standortfrage bereits geklärt sei. Die Verhandlungen darüber laufen also noch. Am Verwaltungssitz in Bremerhaven arbeiten gut 120 Mitarbeiter. Am zweiten Verwaltungsstandort in Düsseldorf gibt es gut 40 Beschäftigte aus Marketing und Vertrieb.

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In Bremerhaven hatte Nordsee erst 2016 seinen neuen Verwaltungssitz am Fischereihafen bezogen. Vergangenen September hatte die Geschäftsführung den Mitarbeitern eröffnet, dass das Unternehmen überlege, Bremerhaven zu verlassen. Als Grund wurden stagnierende Umsätze sowie zu hohe Kosten für Personal und Mieten in den Filialen genannt. 2018 wurde Nordsee an die schweizerisch-belgische Investmentgesellschaft Kharis verkauft.

Am 17. Februar bekommt das Unternehmen mit Carsten Horn einen neuen Geschäftsführer. Er soll die Kette mit mehr als 350 Restaurants in Deutschland und Österreich auf Wachstumskurs bringen. Zuvor war Horn Geschäftsführer der Cinemaxx-Kette.

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