Ressort trifft Entscheidung

Standort für Uni-Bahnhof steht

Welche Variante soll es sein? Lange war offen, wo der Uni-Halt hin soll. Nun hat sich das zuständige Ressort für die Achterstraße ausgesprochen. Das dürfte vielen Akteuren vor Ort nicht gefallen.
20.02.2020, 19:40
Lesedauer: 2 Min
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Standort für Uni-Bahnhof steht
Von Lisa Boekhoff
Standort für Uni-Bahnhof steht

Schon seit Jahren ist ein Zug-Halt am Technologiepark angedacht. Nun ist eine Entscheidung getroffen, welcher Standort es sein soll. Es gab bis zuletzt zwei Optionen.

Christian Ring/WFB

Der Halt für Züge am Technologiepark ist an der Achterstraße geplant. Das hat das Ressort für Umwelt, Mobilität und Stadtentwicklung nun entschieden. Senatorin Maike Schaefer (Grüne) stellte diesen Beschluss am Donnerstagabend im Beirat Horn-Lehe vor. Dort stand der Halt an der Strecke Bremen-Hamburg auf der Tagesordnung. An der Veranstaltung gab es von vielen Seiten Interesse: von BSAG, Bahn, Technologieparkverein, Universität aber auch Kleingärtnern.

Einen Senatsbeschluss zum Halt gibt es noch nicht, allerdings ist das Ressort von Maike Schaefer federführend für das Vorhaben zuständig. Schon seit vielen Jahren ist der Haltepunkt angedacht. Doch zuletzt war lange offen, an welchem der beiden möglichen Standorte er liegen soll: Achterstraße oder Otto-Hahn-Allee. SPD, Grüne und Linke hatten eigentlich in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass der Standort bis Ende des Jahres 2019 feststeht. Doch bis zuletzt mussten Sachfragen geklärt werden.

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Aus Sicht von Jens Tittmann, Sprecher des Ressorts, gibt es drei Gründe für die Achterstraße. Die Straßenbahnlinie 6, die direkt in der Nähe hält, werde entgegen anderer Darstellungen entlastet und nicht belastet: Pendler aus Hamburg könnten direkt am Haltepunkt aussteigen und müssten nicht den Umweg über den Hauptbahnhof nehmen. Außerdem gebe es vor Ort genügend Platz und mit der Linie 6 schon einen bestehenden Straßenbahnanschluss. Ein Halt an der Achterstraße sei zudem wesentlich schneller umzusetzen, günstiger und liege gut: „Wir haben die Anbindung an Wohngebiete und das Berufsbildungswerk.“ Zudem werden die Kleingärten mit dieser Wahl verschont: Die Otto-Hahn-Allee hätte Einbußen für die Parzellen an der Strecke bedeutet.

Nicht alle Akteure vor Ort dürften sich jedoch über die Nachricht freuen: Vor allem der Technologieparkverein plädierte deutlich für die Otto-Hahn-Allee, weil es dort viel mehr Entwicklungschancen gebe. Die Universität und die Handelskammer Bremen teilten die Ansicht. Auch der BUND Bremen hielt diese Variante im Sinne der Mobilität für klüger, selbst wenn sie den Verlust eines Teils der Kleingärten bedeutet hätte.

Das Szenario: Eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 über den Halt und zur Universität schafft Entlastung für die oft übervolle 6 und schlägt die Brücke nach Schwachhausen. Außerdem hoffte der Technologieparkverein, der im Prinzip voll ist, auf mehr Fläche: Eine Erweiterung in Richtung der Kleingärten.

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