Hafen-Infrastruktur Umfangreiches Hafen-Infrastrukturprogramm beschlossen

120 Millionen Euro hat der Senat 2018 für Infrastrukturmaßnahmen in den nächsten Jahren beschlossen. Auch fürs nächste Jahr erwartet die Hafengesellschaft Bremenports zukunftssichernde Entscheidungen.
28.12.2018, 06:15
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Umfangreiches Hafen-Infrastrukturprogramm beschlossen
Von Peter Hanuschke

Das laufende Jahr war, was den Etat für die Hafen-Infrastrukturentwicklung angeht, ein durchaus erfolgreiches: 120 Millionen Euro hat der Senat für Infrastrukturmaßnahmen in den nächsten Jahren beschlossen. Dazu gehört der Neubau der Columbuskaje, der ab 2021 beginnen soll. Außerdem soll dann die Erneuerung der Nordmole für eine verbesserte Zufahrt in den Fischereihafen sorgen. Und die Kaje 66, die an der Einfahrt zur Kaiserschleuse liegt, soll ab 2020 ersetzt werden. „Der Neubau der Kajen führt zu einer deutlichen qualitativen Verbesserung der Hafenanlagen und damit auch zu neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten“, bewertet Robert Howe, Chef der Hafengesellschaft Bremenports, die Senats-Beschlüsse, die auf Basis der Bremenports-Entwürfe gefallen sind.

Auch fürs nächste Jahr erwartet Bremenports zukunftssichernde Entscheidungen: „Wir hoffen, dass im ersten Halbjahr ein Beschluss für den Neubau des Columbusbahnhofs getroffen wird“, so Bremenports-Sprecher Holger Bruns. „Außerdem haben wir vom Wirtschaftsressort den Auftrag, eine Gesamtplanung für die künftige Nutzung des Fischereihafen-Areals zu erarbeiten.“ Dazu gehöre auch die Westkaje, über die das Gewerbegebiet Luneplate seeseitig angeschlossen werden könnte. Fest steht jetzt schon, dass ein neues IT-System ab Herbst 2020 die Planung und Disposition der Zug- und Wagenbewegungen der Bremischen Hafeneisenbahn optimieren soll.

An dem Projekt sind neben Bremenports noch das Wirtschaftsressort, die DB Netz AG sowie die DBH Logistics IT AG beteiligt. Mit ihren Bahnhöfen in Bremerhaven, Bremen-Grolland und Bremen-Inlandshafen bildet die Bremische Hafeneisenbahn mit einer Schieneninfrastruktur von insgesamt 186 Kilometern eine Schnittstelle zwischen dem Hinterland und den wasserseitigen Umschlagterminals. Die Industriestammgleise Güterverkehrszentrum und Hemelingen verbinden darüber hinaus das Güterverkehrszentrum GVZ Bremen und den Gewerbepark Hansalinie Bremen mit dem überregionalen Schienennetz. „Angesichts der stetigen Steigerung des Zugverkehrs ist eine neue, leistungsfähigere IT-Struktur für die Betriebsführung der Hafeneisenbahn dringend erforderlich“, so Howe. Das Projekt inklusive der anschließenden Systempflege wird aus dem Sondervermögen Hafen finanziert. Für das neue IT-System ist eine modulare Struktur vorgesehen, die aus den Funktionsbereichen Betriebsplanung, Disposition, Abrechnung, Auswertung und einem Kundenportal bestehen wird. Die einzelnen Module werden eine gemeinsame leistungsfähige Datenplattform nutzen. Prozesse sollen so effizienter, stabiler und letztlich kundenfreundlicher gestaltet werden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+