Tipps Wie das Weihnachtspäckchen pünktlich unter den Baum kommt

Wer Weihnachtsgrüße und Geschenke verschicken möchte, sollte das nicht auf den letzten Drücker machen: In der Adventszeit stößt die Versandbranche Jahr für Jahr an ihre Auslastungsgrenze.
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Wie das Weihnachtspäckchen pünktlich unter den Baum kommt
Von Lisa-Maria Röhling

Wer Weihnachtsgrüße und Geschenke verschicken möchte, sollte das nicht auf den letzten Drücker machen: In der Adventszeit stößt die Versandbranche Jahr für Jahr an ihre Auslastungsgrenze. Viele Unternehmen stellen zusätzliche Hunderte Mitarbeiter ein. Wer da zu spät das Paket verschickt oder nicht rechtzeitig im Internet bestellt, muss damit rechnen, dass die Sendung es nicht unter den Weihnachtsbaum schafft.

Wie bereiten sich die Versanddienste auf die Weihnachtszeit vor?

Sowohl die Deutsche Post als auch Paketdienste wie Hermes, DPD und GLS stellen in der Vorweihnachtszeit zusätzliche Mitarbeiter ein. Bei der Deutschen Post sind bundesweit 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte im Einsatz, die meisten davon in der Paketsortierung und der Paketzustellung. Außerdem werden knapp 12.000 zusätzliche Fahrzeuge auf die Straße gebracht.

DPD stellt zur Weihnachtszeit 4000 zusätzliche Mitarbeiter in ganz Deutschland ein. In Bremen sind es Mitarbeiterzahlen im zweistelligen Bereich. GLS hat 2500 zusätzliche Mitarbeiter, 30 davon sind in Bremen unterwegs. Bei Hermes kommen in den Logistik-Zentren und in der Zustellung insgesamt 6000 zusätzliche Arbeitskräfte zum Einsatz. In Bremen sind es 100.

Bis wann sollte ich meinen Brief oder mein Paket verschicken?

Je nach Paketdienst gibt es unterschiedliche Fristen. Briefe, die an Adressen außerhalb Europas verschickt werden, sollten bis zum 7. Dezember im Briefkasten der Deutschen Post sein; in europäische Länder bis zum 12. Dezember. Innerhalb Deutschlands reicht es, den Brief am 21. Dezember in die Post zu geben.

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Am 21. Dezember müssen auch DHL-Pakete innerhalb Deutschlands spätestens verschickt werden, gleiches gilt für GLS und DPD. Hermes empfiehlt, möglichst alle Pakete schon bis Mitte Dezember auf den Weg zum Empfänger zu bringen. Annahmeschluss ist ansonsten der 20. Dezember um 12 Uhr. Für nicht angrenzende europäischen Länder gilt bei DHL der 11. Dezember als Stichtag, bei Nachbarstaaten reicht der 15. Dezember. Wer mit Hermes versendet, muss sich für alle internationalen Pakete den 14. Dezember im Kalender markieren. Bei GLS reicht eine Paketsendung zu den europäischen Nachbarn bis zum 20. Dezember, zu allen übrigen europäischen Staaten muss es der 19. sein.

Mit wie viel Auslastung rechnen die Paketdienste?

Die gesamte Branche rechnet in diesem Jahr mit einem historischen Mengenhoch, sagt ein Sprecher von Hermes. Von 15 Prozent mehr Sendungen als im Vorjahr gehen Hermes und DPD aus, an Spitzentagen sollen es sogar 20 Prozent mehr sein. In Zahlen sind das zwei Millionen Pakete pro Tag. DHL rechnet damit, dass in den Tagen vor Heiligabend täglich 8,5 Millionen Paketsendungen verarbeitet werden. GLS und DPD kalkulieren nicht nur im Vergleich zum vergangenen Weihnachtsgeschäft, sondern auch im Vergleich zum Rest das Jahres mit Rekordzahlen: Um 50 Prozent soll die Sendungsmenge zum Jahresende steigen.

Hermes hat sogenannte regionale Mengenobergrenzen festgelegt. Das heißt: An Tagen, an denen die Auslastung besonders hoch ist, begrenzt der Versanddienst die Pakete großer Onlinehändler. Wer also seine Geschenke im Netz bestellt, sollte das nicht erst kurz vor den Feiertagen tun. Auch Bremen könnte von so einer Begrenzung betroffen sein. Das hängt von der Anzahl der Fahrer und Fahrzeuge in der betroffenen Region und der zu transportierenden Paketanzahl an. Die Händler, die von solchen Obergrenzen betroffen sein könnte, wurden bereits vorab von Hermes informiert. Somit sollten mögliche Lieferstopps, so der Sprecher, auch die Kunden nicht überraschend treffen.

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