Landesamt veröffentlicht Statistik Zahl der Bauanträge in Bremen gesunken

In Bremen sind im Jahr 2018 rund 1800 Wohnungen neu gebaut worden, das sind mehr als im Vorjahr. Gesunken ist dagegen die Zahl der beantragten Bauprojekte.
24.06.2019, 19:08
Lesedauer: 2 Min
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Zahl der Bauanträge in Bremen gesunken
Von Nina Willborn

Bis zu 2500 neue Wohnungen pro Jahr sollen künftig in Bremen entstehen: Dieses Ziel hatte die SPD in ihrem Wahlprogramm ausgegeben. Von dieser Größenordnung ist Bremen noch ein Stück entfernt. Im Jahr 2018 wurden laut einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes 1809 Wohnungen in Bremen fertiggestellt, in Bremerhaven 281. Damit steigt die Zahl der neuen Wohnungen insgesamt seit dem Jahr 2013 (880 Fertigstellungen) stetig weiter an. Zum Vergleich: 2017 betrug die Zahl der fertigen neuen Wohnungen 1629, im Jahr 2015 waren es 1443. Laut Landesamt waren die meisten der aktuell neuen Wohnungen Neubauten, lediglich 105 entstanden durch Umbauten.

Innerhalb Bremens entstanden die meisten neuen Wohnungen in Lehe (324), gefolgt von Oberneuland (155) und der Überseestadt (150). Im Fesenfeld, im Sodenmatt, in der Alten Neustadt, der Altstadt und in Osterholz wurden insgesamt 462 neue Domizile neu gebaut, in 35 weiteren Stadtteilen dagegen gar keine. Für Neubauprojekte in Lehe und in der Überseestadt wurden 2018 auch rund ein Drittel der Baugenehmigungen ausgestellt, zusammen 643. Insgesamt ist die Zahl der für die Stadt Bremen genehmigten Bauanträge allerdings im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 2018 waren es 2270, im Jahr 2017 noch 2486, also rund neun Prozent mehr. Dass die Baubehörde 2018 weniger Anträge genehmigte, liegt vor allem daran, dass ihre Zahl mit 1766 im Vergleich zu 2017 (2652) um fast 900 gesunken ist.

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Die Zahl der neuen Wohnungen insgesamt freut Bausenator Joachim Lohse (Grüne). "Sorge bereitet mir aber der Rückgang der Anträge. Erstmals seit fünf Jahren wurden weniger als 2000 Wohneinheiten neu beantragt, obwohl genügend baufertige Flächen vorhanden sind", sagte er. Laut dem Senator ist für den Rückgang der Anträge unter anderem der Fachkräftemangel in vielen der fürs Bauen notwendigen Gewerke verantwortlich. Allerdings gibt es laut Lohse schon seit Jahren trotz Genehmigung nicht fertiggestellte Wohnungen: Seit 2014 wurden insgesamt 10.607 Einheiten genehmigt, aber nur 7682 sind tatsächlich fertig.

„Es rollen also noch mehrere tausend Wohnungen, die derzeit im Bau sind, auf den Markt zu", sagte Lohse. Er warnte aber auch vor der "realen Gefahr" der Spekulation mit für den Bau freigegebenen Grundstücken. "Das müssen wir verhindern, auch um diejenigen Unternehmen zu schützen, die unter schwierigen Marktbedingungen weiterhin für neuen Wohnraum sorgen."

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