Mehr Übernachtungen

Zahl der Touristen in Bremen steigt an

Bremer Hotels zählen im ersten Halbjahr 2019 mehr Touristen. Die Zahl der Übernachtungen in der Stadt ist laut statistischem Landesamt um mehr als acht Prozent gestiegen.
20.08.2019, 17:07
Lesedauer: 3 Min
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Zahl der Touristen in Bremen steigt an
Von Pascal Faltermann
Zahl der Touristen in Bremen steigt an

Immer mehr Touristen übernachten in der Stadt Bremen.

Oliver Berg / dpa

Die Stadt Bremen erfreut sich steigender Beliebtheit. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes kamen im ersten Halbjahr 2019 mehr Touristen als zuvor. Die Zahl der Übernachtungen in der Stadt wuchs demnach um 8,3 Prozent, teilt die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) am Dienstagnachmittag mit. Das Statistische Landesamt Bremen verzeichnete insgesamt 1.073.495 Übernachtungen und 571.875 Ankünfte (plus 6 Prozent). Im Land Bremen stiegen die Ankünfte um 5,8 Prozent (687.903), die Übernachtungen um 7,5 Prozent (1.287.734).

„Bremen wird immer beliebter unter Touristen und Geschäftsreisenden“, wird Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, in der Pressemitteilung zitiert. Der Tourismus sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt und das Land, so Vogt. "Mehr als 33.000 Menschen bestreiten durch den Tourismus im Bundesland Bremen ihren Lebensunterhalt. Mit dieser Zahl befindet sich die Tourismuswirtschaft auf Augenhöhe mit anderen wichtigen Wirtschaftszweigen“, sagt die Wirtschaftssenatorin weiter.

Rund 1,8 Milliarden Euro beträgt der Brutto-Umsatz durch Tages- und Übernachtungstourismus in der Stadt Bremen, heißt es von der WFB. Die Hauptprofiteure seien der Einzelhandel und das Gastgewerbe. Wiederum rund 181 Millionen Euro fließen dem Fiskus der Freien Hansestadt Bremen durch Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer aus dem Tourismus zurück.

Etwa 80 Prozent aller Übernachtungen in bremischen Hotels und Beherbergungsbetrieben seien von deutschen Gästen gebucht worden. In den ersten sechs Monaten 2019 stieg diese Zahl in der Stadt Bremen sogar um 9,8 Prozent. Die Übernachtungen ausländischer Touristen und Geschäftsreisenden stieg im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent.

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Der wichtigste Markt im Ausland ist nach wie vor die Niederlande (24.257 Übernachtungen, plus 4,7 Prozent). Danach folgen Großbritannien (15.565 Übernachtungen, minus 8,9 Prozent) und die USA (12.815 Übernachtungen, minus 17,6 Prozent). Mit einem großen Plus von 24,1 Prozent rückte Schweden nach vorne auf den sechsten Platz (9.883 Übernachtungen).

Die Gründe für den Anstieg der Gästezahlen sind laut der WFB vielfältig. Zum einen liegen Städtereisen bei den Deutschen nach wie vor im Trend. Darüber hinaus lockten Großveranstaltungen viele Besucher und Geschäftsreisende in die Stadt. „Die Break Bulk, die weltgrößte Fachmesse und Konferenz für die Verladung von Schwergut- und Projektladungen, im Mai verzeichnete allein mehr als 9000 Teilnehmer, die mehrere Nächte in der Stadt blieben. Damit verzeichneten wir im Mai die höchsten Übernachtungszahlen, die je in einem Monat in Bremen gemessen wurden“, berichtet Peter Siemering, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen, zuständig für den Geschäftsbereich Marketing und Tourismus. „Aber auch der Stadtmusikantensommer anlässlich des 200sten Geburtstages unserer bekanntesten Bremen-Botschafter brachte uns eine weltweite Medienaufmerksamkeit und damit viele Gäste“, so Siemering.

„Besonders auffällig ist allerdings der starke Anstieg an neuen Hotels in den vergangenen Monaten“, erklärt der WFB-Geschäftsführer. Im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete das Statistische Landesamt Bremen 96 Hotels mit mehr als zehn Betten. Insgesamt kam die Stadt Bremen damit auf ein Angebot von 12.343 Betten. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 89 Hotels mit 11.091 Betten. Neu sind beispielsweise das B&B Hotel und das Hafentraum Indoor Hostel in der Überseestadt, das Ibis Budget und das Adagio Aparthotel am City Center.

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Man könnte nun meinen, dass sich die Häuser untereinander Konkurrenz machen, doch Peter Siemering ist vom Gegenteil überzeugt: „Mehr Hotels bringen mehr Gäste. Jedes Haus macht sein eigenes Marketing und damit Werbung für die Stadt. Zudem haben besonders die großen Businesshotels feste Verträge mit Großunternehmen, die wiederum mehr Gäste bringen.“ Deutlich zeigt sich diese These unter anderem darin, dass die Bettenauslastung der Bremer Hotels trotz größeren Angebotes nicht sinkt, sondern eher steigt.

So lag die Bettenauslastung im ersten Halbjahr 2019 bei 45,3 Prozent. In den ersten sechs Monaten 2018 waren es 45 Prozent.

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