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Kommentar über die Essener Tafel
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Allen kann geholfen werden

Aljoscha-Marcello Dohme 23.02.2018 16 Kommentare

In Essen trauen sich viele Senioren und alleinerziehende Mütter nicht mehr zur Tafel zu gehen, weil inzwischen 75 Prozent der Besucher Migranten seien.
In Essen trauen sich viele Senioren und alleinerziehende Mütter nicht mehr zur Tafel zu gehen, weil inzwischen 75 Prozent der Besucher Migranten seien. (dpa)

Ein Hilfeschrei aus Essen empört ganz Deutschland. Ausgelöst wurde die Debatte von der dortigen Tafel, die vorerst nur noch Neukunden mit einem deutschen Pass registriert. Die Hilfsorganisation ist diesen drastischen Schritt gegangen, weil inzwischen 75 Prozent ihrer Besucher Migranten sind und Senioren sowie alleinerziehende Mütter sich deshalb nicht mehr zur Tafel trauen, heißt es von ihrem Vorsitzenden Jörg Sartor.

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Natürlich darf die Herkunft keine Rolle spielen, wenn es um die Frage der Bedürftigkeit geht. Nur weil ein Mensch einen syrischen Pass besitzt, ist seine Not nicht kleiner als bei einer Person mit einem deutschen Ausweis.

Krieg und Terror im Nahen Osten sowie in Afrika haben dazu geführt, dass Millionen Menschen aus diesen Regionen in Deutschland Schutz suchen. Die Zahl der Bedürftigen in der Bundesrepublik hat sich dadurch massiv erhöht. Dass diesen Menschen geholfen wird, ist selbstverständlich.

Doch diese Tatsache stellt die Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Denn die Hilfsbedürftigen mit einem deutschen Pass sind nicht plötzlich verschwunden. Und auch die Zahl der gespendeten Lebensmittel ist nicht entsprechend der Nachfrage gestiegen.

Trotzdem sind die benötigten Nahrungsmittel für alle Menschen in Deutschland vorhanden. Eine Lebensmittelknappheit gibt es glücklicherweise nicht mehr. Sie müssen nur anders verteilt werden. Der Hilfeschrei aus Essen wird hoffentlich dazu beitragen.

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Leserkommentare
Bevenser am 22.10.2019 17:47
Man muss sich nicht künstlich blöd stellen. Wie es geht sieht man z.B. in Österreich - und nicht nur da.
peteris am 22.10.2019 17:39
Werden diese Menschen "losgelassen", dann gibt es erst wieder einen Stop in Deutschland.

Bereiten" wir " uns schon einmal darauf vor. ...
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