Unwetter Erst "Zeynep", dann "Antonia": So kommen Sturmtiefs zu ihren Namen

"Zeynep" wirbelte gerade den Norden durcheinander, dann kam "Antonia", als Nächstes folgt "Bibi". Wir erklären, wie Sturmtiefs zu ihren Namen kommen.
21.02.2022, 12:08
Lesedauer: 2 Min
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Von Jan-Felix Jasch

"Ylenia", dann "Zeynep" und jetzt "Antonia": In der vergangenen Woche haben drei große Sturmtiefs Bremen und Niedersachsen heimgesucht. Doch wie kommen die Wettereignisse zu ihren Namen? 

"Ylenia", "Zeynep", "Antonia": So kommen Tiefdruckgebiete zu ihren Namen

Vergeben werden die Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete vom Verein Berliner Wetterkarte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin (FU). Die Idee dazu stammt von der damaligen Studierenden Karla Wege, die später Meteorologin beim ZDF wurde.

Seit 1998 erhalten Tiefdruckgebiete in geraden Jahren weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist es umgekehrt. Ursprünglich kamen die Namen von Listen mit je 26 Namen in alphabetischer Reihenfolge, doch seit November 2002 kann sich jeder bewerben und den Namen des Hoch- oder Tiefdruckgebietes bestimmen.

Ein Hoch kostet 360 Euro, ein Tief 240 Euro. Hochdruckgebiete haben eine längere Lebensdauer und bleiben daher länger auf den Wetterkarten sichtbar, heißt es zur Begründung. Im Jahr werden etwa 50 Hochs und 130 Tiefs getauft. Das Geld kommt der studentischen Wetterbeobachtung am Institut zugute.

Warum "Zeynep" in Großbritannien als "Eunice" bekannt wurde

Die Freie Universität Berlin benennt nur Aktionszentren, deren Wetter in Deutschland wirksam ist. Die Hochs und Tiefs des Mittelmeerraums und Südosteuropas bleiben in der Regel unberücksichtigt. Auch aus dem Atlantik ankommende Tiefs erhalten ihren Namen erst, wenn sie Mitteleuropa tangieren, was zu Konflikten mit den jüngsten neuen Systemen in West- und Südwesteuropa führt. So wurde das Sturmtief "Zeynep" in Großbritannien als "Eunice" bezeichnet.

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Der Sturm „Ylenia“ war von einer Frau mit diesem Vornamen getauft worden, wie auf der Internetseite des Vereins zu sehen ist. „Xandra“ hatte eine Sandra getauft und „Zeynep“ ein Julius K. Danach folgen demnächst die Tiefdruckgebiete „Antonia“, „Bibi“ und „Claudia“. Die Anfangsbuchstaben der Namen folgen also dem Alphabet, mit jedem Hoch- und Tiefdruckgebiet ist ein neuer Buchstabe dran.

Für das Jahr 2022 sind bereits alle Patenschaften vergeben. Namen für 2023 können ab dem 7. September um 2022 um 0 Uhr beantragt werden.

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