Deutsche Nationalmannschaft

Gordon Herbert ist neuer Basketball-Nationaltrainer

Die Suche nach einem Rödl-Nachfolger hat der Deutsche Basketball Bund schnell beendet. Der in der Bundesliga bestens bekannte Gordon Herbert soll das Nationalteam voranbringen. Und der Kanadier hat große Ziele.
06.09.2021, 19:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Lars Reinefeld Florian Lütticke
Gordon Herbert ist neuer Basketball-Nationaltrainer

Ingo Weiss (links), Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), und DBB-Vizepräsident Armin Andres (rechts) bei der Vorstellung von Gordon Herbert (mitte).

Marius Becker/DPA

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen soll für die deutschen Basketballer kein einmaliger Höhepunkt gewesen sein. Mit dem neuen Bundestrainer Gordon Herbert will sich die Nationalmannschaft dauerhaft in der europäischen und auch der Weltspitze etablieren. „Es geht darum, Medaillen zu gewinnen. Bei der EM, bei der WM, bei Olympia. Egal bei welchem Turnier“, sagte Herbert am Montag bei seiner Vorstellung als Nachfolger von Henrik Rödl in Hagen.

Rödl hatte das deutsche Team erstmals seit 13 Jahren wieder zu Olympia geführt, wo die Mannschaft in Tokio im Viertelfinale an Slowenien scheiterte. Danach war der Vertrag mit Rödl nicht verlängert worden. Herbert unterzeichnete beim Deutschen Basketball Bund einen Vertrag über zwei Jahre mit der Option auf ein weiteres Jahr bis 2024. Dann finden in Paris die Olympischen Spiele statt –und Deutschland soll unbedingt wieder dabei sein. „Das ist natürlich das Ziel“, sagte der 62 Jahre alte Kanadier, der den deutschen Basketball bestens kennt.

Schließlich arbeitete Herbert in Würzburg, Frankfurt und bei Alba Berlin und kennt die Bundesliga daher aus dem Effeff. „Das ist natürlich ein Vorteil. Ich kenne alle Trainer und die meisten Spieler“, sagte Herbert, der zuletzt für die Nationalmannschaft seines Heimatlandes Kanada tätig war. Dort hätte er auch weiter arbeiten können, doch als die Anfrage aus Deutschland kam, zögerte Herbert nicht lange. „Es ist eine Ehre, Teil des deutschen Basketballs zu sein“, sagte Herbert und fügte an: „Der Verband ist hochprofessionell, die Infrastruktur um die Mannschaft ist toll und wir haben exzellente Spieler. Viele sind in der besten Phase ihrer Karriere.“

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Neben seiner Bundesliga-Erfahrung sprachen auch die weiteren Stationen im internationalen Basketball für Herbert. „Er kennt auch den FIBA-Basketball und die NBA bestens“, sagte DBB-Vizepräsident Armin Andres. „Uns war schon wichtig, dass wir einen erfahrenen Trainer verpflichten. Wir wollten keine Experimente machen“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. „Heute ist ein guter Tag für den DBB, für die deutschen Basketballer und für die Gegner bei der EM, die jetzt wissen, dass sie es mit einem Toptrainer zu tun bekommen.“

Die Europameisterschaft 2022 mit einer Vorrunde in Köln und der Endrunde in Berlin ist das erste große Ziel für Herbert. Nachdem Deutschland 2015 trotz des Mitwirkens von Superstar Dirk Nowitzki in der Vorrunde in Berlin ausgeschieden war, soll es im kommenden Jahr besser laufen. „Wir wollen aufs Podium“, gab Herbert die Zielsetzung vor. Damit das auch wirklich gelingt, werde er sich sofort in die Arbeit stürzen.

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