Geburten in Ganderkesee

"Babyboom" bleibt aus

Im Gegensatz zum Statistischen Bundesamt kann die Gemeindeverwaltung für März 2021 keinen "Babyboom" erkennen. Es seien sogar deutlich weniger Kinder geboren worden als im statistischen Mittel.
18.06.2021, 14:35
Lesedauer: 1 Min
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Von Jochen Brünner
"Babyboom" bleibt aus

Symbolbild

Waltraud Grubitzsch/ dpa

Der "Babyboom", den das Statistische Bundesamt für März 2021 ausgemacht hat, ist an der Gemeinde Ganderkesee vorbeigegangen. "Ein Blick in die Statistik zeigt eher das Gegenteil", berichtet Gemeindesprecher Hauke Gruhn. So seien im März sogar deutlich weniger Kinder geboren worden als in den Vorjahren. Hatten im März 1998 noch 26 Kinder das Licht der Welt erblickt, waren es im März 2019 sogar 30. In diesem Jahr fiel die Geburtenzahl für den dritten Monat hingegen auf 15. Grund: unbekannt. "Insgesamt haben sich die Geburtenzahlen für die Gemeinde Ganderkesee dennoch auf einem recht hohen Niveau stabilisiert", erklärt Gruhn. So würden jährlich etwa 250 Ganderkeseer Mädchen und Jungen geboren. Das würde rechnerisch einen Mittelwert von 21 Kindern pro Monat bedeuten. Die März-Geburtenrate lag demzufolge etwa 29 Prozent niedriger als im Jahresschnitt – und war vermutlich nur ein Ausreißer.

Im März 2021 hatte es in Deutschland binnen eines Monats fast 66.000 Neugeborene gegeben. So viele Geburten gab es zuletzt vor mehr als 20 Jahren – nämlich im März 1998. Das Statistische Bundesamt erkennt darin einen Zusammenhang mit dem Abflauen der ersten Coronawelle und Lockerungen ab Anfang Mai des vergangenen Jahres.

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