Anders als der Landestrend

Axel Miesners feste Burg

Grasbergs Wähler sorgen für klare Verhältnisse: Der CDU-Kandidat Axel Miesner holt dort mit 48,7 Prozent der Erststimmen ein Ergebnis, das im Wahlkreis seinesgleichen sucht.
16.10.2017, 18:31
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Axel Miesners feste Burg
Von Undine Zeidler

Grasberg. Die 96 Wahlhelfer der Gemeinde Grasberg erwiesen sich beim Auszählen als ein eingespieltes Team. Gegen 19 Uhr lagen dem Rathaus die Ergebnisse aus allen Wahllokalen vor, so Wahlchef Stefan Ritthaler. 3861 der 6092 wahlberechtigten Grasberger haben abgestimmt, damit liegt die Wahlbeteiligung bei 63,4 Prozent. Wieder einmal erwies sich die Gemeinde als eine feste Burg der CDU. Die ging trotz Verlusten (-3,1) in Grasberg als stärkste Kraft aus der Landtagswahl hervor (42,3 Prozent). Anders als auf Landesebene landete die SPD trotz eines Stimmzuwachses von 3,2 Prozentpunkten (28,2) nur auf Rang zwei. Auch die AfD blieb mit 5 Prozent hinter dem Landesergebnis zurück.

Für den wiedergewählten Landtagsabgeordneten Axel Miesner (CDU) erwies sich Grasberg einmal mehr als Hochburg. In der Wörpegemeinde fuhr er 48,7 Prozent der Erststimmen ein. Das bedeutete zwar einen Verlust von 2,8 Prozentpunkten gegenüber 2013, ist aber immer noch ein Ergebnis, das auf Wahlkreisebene (36,1 Prozent) seinesgleichen sucht. In Tüschendorf, wo Grasbergs Bürgermeisterin Marion Schorfmann wohnt, holte Miesner gar 65,3 Prozent der Erststimmen. Die CDU kam auf stolze 57,8 Prozent. Die SPD erreichte dort mit 15,7 Prozent nur knapp sechs Prozent mehr als die Grünen (9,9 Prozent). Auch in Grasbergs anderen Wahlbezirken sorgten die Wähler für klare Verhältnisse. Ob in Grasberg I (Grundschule), Schmalenbeck oder Otterstein: Die Union siegte mit einem klaren Vorsprung vor der SPD. Selbst das niedrigste Grasberger CDU-Ergebnis beträgt im Wahlbezirk Grasberg II noch 36,7 Prozent.

Der Grasberger Torsten Staffeldt konnte von seinem Heimvorteil nicht profitieren: Der liberale Direktkandidat verbuchte am Ende lediglich 5,5 Prozent der Erststimmen auf seinem persönlichen Konto, das ist weniger als im Wahlkreisdurchschnitt (5,9). Sein bestes Ergebnis erzielte er noch in Otterstein (7,9), die meisten Zweitstimmen fuhr die FDP in Adolphsdorf (9,7) ein.

Die Grünen im grünen Bereich: Ganz ähnlich wie im gesamten Wahlkreis erreichte Grünen-Kandidat Benjamin Alexander Meyer 10,1 Prozent der Erststimmen, die meisten seiner Wähler wohnen in Grasberg II (13,0). Bei den Zweitstimmen verloren die Grünen an der Wörpe allerdings 4,8 Prozentpunkte und landeten bei 10,3 Prozent. Ihr bestes Ergebnis holten sie in Rautendorf (12,4). Das gilt auch für die AfD, die dort mit 7,8 Prozent auftrumpfte.

SPD-Kandidat Jürgen Kuck musste sich in Grasberg mit 26,2 Prozent der Erststimmen zufrieden geben, 1,4 Punkte weniger als 2013. Für seinen linken Polit-Kollegen Herbert Behrens ist in der Wörpekommune auch nicht viel zu holen: 4,8 Prozent der Erststimmen und 4,7 Prozent für Die Linke – das entspricht ganz dem Landestrend.

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