Fußball-Bezirksliga Lüneburg

Marcel Meyer wechselt von der TuSG Ritterhude zum TuS Harsefeld

Die TuSG Ritterhude muss sich auf die Suche nach einem neuen Stürmer machen: Marcel Meyer wechselt im Sommer zum Landesligisten TuS Harsefeld, wo sein Ex-Trainer Julian Geils ebenfalls anheuern wird.
14.01.2020, 15:27
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Marcel Meyer wechselt von der TuSG Ritterhude zum TuS Harsefeld
Von Tobias Dohr
Marcel Meyer wechselt von der TuSG Ritterhude zum TuS Harsefeld

Will ab Sommer für den TuS Harsefeld jubeln: TuSG-Torjäger Marcel Meyer.

Dohr

Ritterhude. Seit über einem Jahr ist Julian Geils bereits nicht mehr Trainer der TuSG Ritterhude. Dennoch könnte in diesen Tagen der Eindruck entstehen, dass der Ex-Coach noch immer beste Verbindungen zu seiner langjährigen Mannschaft pflegt. Das ist auch tatsächlich so – nur in jenem Transfer, der nun bekannt wurde, war Geils überhaupt nicht verwickelt. Denn mit Marcel Meyer wechselt zwar ein langjähriger TuSG-Leistungsträger im Sommer zu genau jenem Klub, dem sich auch Julian Geils ab Juli anschließen wird – den Kontakt zu Fußball-Landesligist TuS Harsefeld hatte Meyer aber schon seit vergangenem Sommer.

„Ich hätte damals schon wechseln können, wollte aber nach dem Landesliga-Abstieg auf keinen Fall einfach aus Ritterhude verschwinden“, berichtet Marcel Meyer, der auch einen durchaus möglichen Wechsel in dieser Winterpause schnell zu den Akten gelegt hatte. Stattdessen will sich der 28 Jahre alte Vollblutstürmer nun vernünftig von der TuSG verabschieden. Und dass das durchaus ein Abschied mit Wehmut wird, weiß Meyer, der in Harsefeld einen Einjahresvertrag unterschrieben hat, schon jetzt: „Ritterhude ist meine fußballerische Heimat geworden, ich habe hier verdammt viel Schönes erlebt.“ Im Sommer 2014 war Meyer vom SV Hüttenbusch zur TuSG gewechselt, hatte in den Jahren unter Trainer Julian Geils mit seinen vielen Toren maßgeblichen Anteil an der Bezirksliga-Meisterschaft und dem Landesliga-Klassenerhalt im ersten Jahr nach dem Aufstieg.

Doch in der Zeit nach Geils‘ Rücktritt sei eben auch vieles schiefgelaufen. „Es hat sich doch einiges abgenutzt und manchmal merke ich, dass nach all den Jahren auch bei mir der Schlendrian drin ist. Deshalb will ich mich jetzt einfach noch mal in einer höheren Liga und einem neuen Verein beweisen“, begründet Meyer, der auch ohne das Engagement seines Ex-Trainers wohl nach Harsefeld gewechselt wäre. „Durch Julians Entscheidung fiel es mir jetzt aber natürlich sehr leicht, endgültig zuzusagen.“

Die offiziellen Gespräche, das betont Meyer allerdings ausdrücklich, seien alle mit Harsefelds Sportdirektor Alexander Martens und nicht mit Julian Geils geführt worden. So bestätigt es auch TuSG-Spartenvorstand Volker Guttmann, der sich absolut sicher ist, dass nicht sein Ex-Coach die treibende Kraft beim Meyer-Transfer war. „Da hat schon eher Marcel Julian in Harsefeld ins Spiel gebracht“, sagt Guttmann, der seinen zuletzt etwas schwächelnden Stürmer aber gleichzeitig in die Pflicht nimmt: „Marcel hat sich zuletzt nicht gerade in Bestform präsentiert. Wir hoffen, dass er in seinem letzten halben Jahr in Ritterhude alles reinhaut.“ Nicht zuletzt aus Eigennutz, um sich somit gleichzeitig in Harsefeld zu empfehlen.

Marcel Meyer und Julian Geils werden also ab Juli regelmäßig gemeinsam die vielen Kilometer von Ritterhude nach Harsefeld fahren – und genau bei jener Fahrgemeinschaft bekommt Volker Guttmann ein ungutes Gefühl. Denn der TuSG-Spartenvorstand befürchtet, dass sich die Harsefelder an weitere Ritterhuder Leistungsträger wenden könnten. So haben Spieler wie Tobias Böttcher oder Janluca Grove ebenfalls das Potenzial für die Landesliga bereits nachgewiesen. Spätestens, wenn diese Wechsel tatsächlich auch noch zustande kommen sollten, müsste Julian Geils wohl oder übel damit leben, dass ein „Geschmäckle“ hängen bleibt.

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