Fußball-Landesliga Julian Geils zieht es zum TuS Harsefeld

Das ist eine Überraschung! Julian Geils wird Trainer beim Landesligisten TuS Harsefeld. Aber der Funke in den Gesprächen mit den Verantwortlichen ist sofort übergesprungen.
09.01.2020, 14:17
Lesedauer: 2 Min
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Julian Geils zieht es zum TuS Harsefeld
Von Tobias Dohr

Ritterhude. Er stand ganz hoch im Kurs bei Fußball-Landesligist SV Blau-Weiß Bornreihe, hatte den „Moorteufeln“ aber wiederholt abgesagt. Dennoch wird man Julian Geils ab Sommer wieder in der Landesliga sehen – allerdings beim TuS Harsefeld. Die Nachricht, dass der langjährige Coach der TuSG Ritterhude ab Sommer den ambitionierten Verein aus dem Landkreis Stade übernimmt, schlug ein wie Bombe. Denn damit hatte wirklich niemand gerechnet. Im Grunde genommen nicht einmal Geils selbst.

Denn als Ende November der TuS Harsefeld zum ersten Mal Kontakt aufnahm, konnte sich der 36-Jährige beim besten Willen nicht vorstellen, das dieses Engagement tatsächlich zustande kommt. 110 Kilometer liegen zwischen Geils' Wohnort Schwanewede und Harsefeld – wenn man die schnellste Route über die Autobahn ansetzt, die übrigens mit 70 Minuten Fahrtzeit veranschlagt wird. „Da habe ich natürlich gedacht, dass das absoluter Wahnsinn ist und eigentlich gar nicht gehen kann“, sagt Geils. Doch genauso sehr habe er sich geehrt gefühlt, dass ihn der Klub kontaktiert hatte. Also fuhr Geils doch nach Harsefeld und führte dort mit Sportdirektor Alexander Martens, Teammanager Tim Schnoor und Co-Trainer Maxim Depperschmidt ein derart motivierendes Gespräch, dass der Funke sofort übersprang. Und das entfachte Feuer wurde in den weiteren Gesprächen immer größer.

„Es ist eine unglaublich reizvolle Konstellation“, sagt Julian Geils, der viele Leute an seiner Seite weiß, die alle an einem Strang ziehen und sich die anfallenden Aufgaben perfekt untereinander aufteilen. „Ich komme in ein neues Umfeld, lerne neue Spieler kennen, gehe komplett unvoreingenommen an die Sache und habe große Unterstützung im Verein“, sagt Geils. Natürlich verstehe er die kritischen Stimmen, die nun sagen würden, das hätte er doch auch quasi vor der Haustür in Bornreihe haben können. „Aber das ist definitiv keine Entscheidung gegen Bornreihe, sondern für dieses tolle Projekt in Harsefeld“, erklärt Geils.

In den kommenden Monaten wird er nun mit seinem Trainerteam und dem Sportdirektor die Kaderplanung vorantreiben. Übrigens trifft Geils beim TuS Harsefeld dann auch wieder auf einen alten Bekannten aus Bornreiher Zeiten. Mit Henry Sung hat der Schwaneweder nämlich einst noch selbst drei Jahre bei den „Moorteufeln“ zusammengespielt. Mehr Berührungspunkte gibt es aber nicht. „Wahrscheinlich müssen mich die Spieler auch erst mal alle googeln“, sagt Geils schmunzelnd, wohl wissend, dass genau diese Unbefangenheit das ist, was ihn maßgeblich an dieser zeitintensiven Aufgabe reizt.

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