Nach gewalttätiger Auseinandersetzung Staatsanwaltschaft Verden erhebt Anklage

Weil es zwischen zwei Gruppen in Rotenburg im Januar dieses Jahres zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kam, hat die Staatsanwaltschaft Verden nun Anklage erhoben. Auch Schusswaffen kamen zum Einsatz.
27.05.2021, 15:28
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Staatsanwaltschaft Verden erhebt Anklage
Von Onno Kutscher

Nachdem es am 18. Januar dieses Jahres im Bereich einer Autowaschanlage in Rotenburg zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten gekommen war, hat die Staatsanwaltschaft Verden gegen vier 19 bis 20 Jahre alte Männer jetzt Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Das hat die Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Einem der 19-Jährigen wird zudem unerlaubtes Führen einer Schusswaffe zur Last gelegt.

Die Angeschuldigten sollen sich abends zum Gelände der Waschanlage begeben haben, wobei sie mit Schlag- und Stichwerkzeugen, der eine 19-Jährige zudem mit einem Revolver, ausgerüstet gewesen sein sollen. Dort sollen sie auf die andere Gruppierung getroffen sein und diese angegriffen haben. Der mit einem Revolver bewaffnete 19-Jährige soll zudem nach vorherigen Schüssen in die Luft viermal aus kurzer Entfernung in die Beine eines 20-Jährigen geschossen haben, heißt es in der Mitteilung der Verdener Staatsanwaltschaft. Das Opfer erlitt Verletzungen, die operiert werden mussten. Nach den Ermittlungsergebnissen ist davon auszugehen, dass die Geschädigten die Angeschuldigten zum Tatort gelockt hatten, um sich dafür zu rächen, dass sich ein Angeschuldigter zuvor in einen Streit zwischen einem Freund der Geschädigten und einer jungen Frau eingemischt und dem Freund respektlosen Umgang mit der Frau vorgeworfen hatte. Die Geschädigten hatten sich wohl in Erwartung einer körperlichen Auseinandersetzung zuvor ebenfalls bewaffnet.

Zuständig für die Verhandlung ist die Jugendstrafkammer des Landgerichts Verden. Die Zuständigkeit ergibt sich aus dem Alter der Angeschuldigten als Heranwachsende. Der 19-Jährige, der mit einer Schusswaffe bewaffnet gewesen sein soll, befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft, so die Staatsanwaltschaft.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+