Viertägiges Volksfest am Weserufer lockt viele Besucher 'Granatenhafte' Stimmung auf der Pfingstwiese

Achim-Baden. Hunderte Gäste haben an den vergangenen vier Tagen die Pfingstwiese besucht. Cheforganisator Frank Quensell bezeichnete die Stimmung in diesem Jahr als 'bombig' und granatenhaft.
25.05.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Alexander Klay

Achim-Baden. Uwe Vahlsing ist sprachlos: Zum Jubiläum des Badener Spielmannszuges haben die Schützen aus dem Ort und einige Sponsoren zusammengelegt und ein Präsent gekauft, das ein wenig zu groß für Geschenkpapier ist. Ein strahlend weißer Neunsitzer rollt am Montagvormittag auf die Pfingstwiese am Weserufer, an den Seiten klebt das Logo '75 Jahre Spielmannszug Baden'. Ein mehr als gelungenes Geschenk, da sind sich alle einig.

Da kamen dann auch die Mitbringsel der Spielmannszüge und Schützenvereine, die zum Jubiläum gratulierten gerade recht: Der übliche, mit Geldscheinen gefüllte Briefumschlag wurde stets mit dem Hinweis 'Dass ihr mit eurem Wagen auch irgendwo hinfahren könnt!' oder 'Spritgeld' übergeben. 'Da bleibt einem Spucke und Sprache weg', fasste sich der Badener Spielmannszugleiter Uwe Vahlsing in seiner Dankesrede kurz.

Musikalische Botschafter

Die musikalische Vielfalt der Spielmänner lobte Schützenvereins-Chef Friedrich Priehs. Durch die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit würden die Musikanten stets mit der Zeit gehen, ohne dabei die Marschmusik als Wurzel aus dem Blick zu verlieren. Spätestens wenn der Spielmannszug durch die Badener Straßen ziehe, wisse im Ort jeder, dass wieder Schützenfest angesagt ist, so Priehs. Kurzum: 'Ihr seid die musikalischen Botschafter Badens', fasste der Vereinsvorsitzende zusammen. Auch bei anderen Schützenfesten spielen die Badener regelmäßig auf: 'Ihr seid bei uns zu einer Institution geworden, die nicht mehr wegzudenken ist', lobte etwa Johann Bollmann von den Mühlentor-Schützen.

Zuvor waren die Spielmannszüge und Schützenvereine in einem Sternmarsch durch halb Baden marschiert. Ein imposantes Bild bot sich vor allem, als die Formationen am Weserhang aufeinander trafen und von vielen Besuchern auf der Pfingstwiese begrüßt wurden.

Doch nicht nur zum Höhepunkt der viertägigen Pfingstwiese strömten hunderte Gäste. Das ganze Wochenende über konnten sich die Wirte und Schausteller über einen kaum abreißenden Besucherstrom freuen. 'Bombig' und 'granatenhaft' beschreibt Cheforganisator Frank Quensell die Stimmung in diesem Jahr. 'Wo gibt es heute noch so eine kleine schnuckelige Kirmes?', fragt der Gastronom. Einmal im Jahr treffe sich ganz Baden am Weserufer, meint er: 'Das ist für viele Leute schon zur Tradition geworden.'

Bis zum Sonnenuntergang draußen

Besseres Wetter könne es für die Pfingstwiese kaum geben. Tagsüber sind viele Ausflügler mit dem Fahrrad vorbeigekommen. Einige klapperten am Pfingstsonntag alle drei Feste an der Weser ab, andere starteten an der Pfingstwiese zu einer Rundfahrt um Baden, weiß Frank Quensell.

Während sich die kleinen Gäste in den Karussells und mit süßem Naschwerk vergnügten, gab es für die Größeren kühles Bier. An den Abenden konnten die Badener bis zum Sonnenuntergang im T-Shirt am Weserufer feiern. Wem es draußen doch zu kalt wurde, der konnte im Festzelt tanzen: Die Bands 'Black Star' und 'Cadillac 60' heizten abends ordentlich ein.

Auch der Flohmarkt am Sonntagvormittag brach in diesem Jahr aus allen Nähten. Gut 90 bis 100 Stände will Quensell auf dem Festareal gezählt haben. Viele Badener haben ihren Trödel zu Geld gemacht. Die Standgebühren - ein paar Euro je Verkäufer - sollen der Jugendabteilung des TV Baden zu Gute kommen.

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