Kino

Und der Gewinner ist das Koki

Mit vier neuen Filmen startet das Kommunale Kino in den Monat August. Die Verdener sind erneut für ihr Jahresprogramm ausgezeichnet worden.
02.08.2021, 14:50
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Und der Gewinner ist das Koki
Von Jörn Dirk Zweibrock
Und der Gewinner ist das Koki

Freuen sich über die Auszeichnung von der Nordmedia: Kassenwart Manfred Pehling (v.l.), Antragstellerin Jutta Behning und Verdens Koki-Vorsitzender Jürgen Menzel.

Koki Verden

Langeweile in den Sommerferien? Wie wäre es mittwochabends mit einem Besuch im Kommunalen Kino, dem Koki? Vier spannende Filme haben sich die Koki-Macher für den Ferienmonat August ausgesucht. Sie flimmern jeweils ab 20 Uhr im frisch renovierten Cine City an der Zollstraße 1 in Verden über die Bühne. Für seine Film-Auswahl im Kinojahr 2020 wurde das Koki-Team gerade erneut von der Nordmedia ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt 1250 Euro. Der Kinoprogrammpreis wurde insgesamt an 68 gewerbliche und nichtgewerbliche Filmtheater sowie Spielstellen aus Niedersachsen und Bremen vergeben.

Den Auftakt macht an diesem Mittwoch, 4. August, der österreichische Film "Brot". Nicht nur für die Zufuhr von Kohlenhydraten, sondern auch in Ritualen und Religion spielt Brot seit jeher eine bedeutende Rolle. Der Dokumentarfilm des Regisseurs Harald Friedl bringt den Zuschauern das Handwerk ebenso näher wie große Produktionsstrecken. Tagtäglich rollen unzählige Teiglinge über die Bänder großer Produktionshallen, während die Bäcker in ihren kleinen Betrieben mit jeder Menge Kreativität versuchen, ihre Existenz zu sichern. Friedl führt die Kinobesucher in die Sauerteig-Datenbank ein und geht auch der Frage nach, wie die Zukunft des Brotes aussieht.

David gegen Goliath

Weiter geht es eine Woche später, am 11. August, mit dem amerikanischen Film "Niemals selten manchmal immer“. Inhaltlich dreht sich alles um die 17-jährige Autumn, die im ländlichen Pennsylvania als Kassiererin in einem Supermarkt arbeitet. Als sie schwanger wird, entscheidet sie sich gegen das Kind. Doch ohne die Einwilligung ihrer Eltern kann sie es nicht abtreiben. Aus diesem Grund kratzen ihre Cousine Skylar und Autumn alles Geld zusammen und steigen in einen Bus nach New York.

In heimische Gefilde, sprich in die Bundesrepublik, entführen die Koki-Macher ihre Gäste dagegen am Mittwoch, 18. August. „Und morgen die ganze Welt“ handelt von der jungen Jura-Studentin Luisa, die erschrocken vom Rechtsruck im Land ist. Gemeinsam mit ihrer Schulfreundin Batte will sie etwas verändern. Als sich Luisa in einen charismatischen Jungen verliebt, der seine Fäuste sprechen lässt und ein zunächst friedfertiger Protest bei einer Kundgebung der populistischen Partei eskaliert, muss sie sich entscheiden, wie weit sie für ihre politischen Ziele gehen will.

Weg von der Streaming-Couch

Der Kino-Monat klingt am 25. August mit dem kanadischen Film "Percy" aus. Darin geht es um den Kampf David gegen Goliath. Als Rapsbauer Percy Schmeiser beschuldigt wird, gentechnisch verändertes Saatgut ohne Lizenz anzubauen, soll er eine saftige Strafe bezahlen. Der Fall landet vor Gericht, und auch die Anti-Gentechnik-Aktivistin Rebecca bekommt schließlich Wind von dem Fall.

"Den Kinobetreibern gebührt größter Respekt und höchste Anerkennung für die große Solidarität untereinander und die außerordentliche Kreativität und große Innovationsbereitschaft, mit der es ihnen trotz der monatelangen Schließungen gelungen ist, durchzuhalten", sagt Thomas Schäffer, Geschäftsführer der Nordmedia. Er hoffe, dass die Sehnsucht nach einem gemeinschaftlichem Filmerlebnis das Publikum trotz Sommer und Corona von der berüchtigten Streaming-Couch in die Filmtheater treibe.

Neben dem Verdener Koki wurden auch das Kommunale Kino in Achim und der Filmhof in Hoya für ihr Jahresprogramm ausgezeichnet.

Karten für die Koki-Vorstellungen im Cine City in Verden sind im Vorverkauf unter der Nummer 0 42 31/ 9 52 97 09 oder über die Internetseite www.cine-city.de erhältlich.

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