Erlebnisbad Der erste Badegast ist schon da

Wer trotz Corona nicht auf den Badespaß verzichten will, sollte sich online bestimmte Zeitkontingente buchen. Eine Testpflicht im Freibad besteht derzeit nicht.
31.05.2021, 17:16
Lesedauer: 3 Min
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Von Jörn Dirk Zweibrock

Der Aufsitzmäher brummt, der Hochdruckreiniger läuft und der Poolsauger bringt wieder alles auf Hochglanz. In den vergangenen Wochen hat das Verwell-Team alles gegeben, um den Wassernixen aus Verden und umzu einen reibungslosen Saisonstart zu ermöglichen. Zeitkontingente, Online-Tickets, Maskenpflicht im Eingangsbereich – für die Fachangestellten für Bäderbetriebe ist es bereits die zweite Freibad-Saison unter Corona-Bedingungen. "Wir stemmen das alles aus eigener Kraft", erläutert Betriebsleiter Klaus Jürries.

Weil der Inzidenzwert im Landkreis Verden seit Tagen stabil unter 50 liegt, besteht keine Testpflicht im Freibad. Wer nach eigenen Angaben symptomfrei ist, darf das Verwell betreten. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hatte sich in der vergangenen Woche noch vehement gegen eine generelle Testpflicht ausgesprochen, die Freibäder seien im vergangenen Sommer schließlich keine Treiber des Infektionsgeschehens gewesen.

Die Freibadsaison startet also an diesem Dienstag, 1. Juni, allerdings mit Einschränkungen. Geöffnet sind das Sport- und Erlebnisbecken, das Springerbecken sowie die Liegewiese und die Sprungtürme. "Das Sportbecken ist in vier Schwimmautobahnen unterteilt, eine Bahn ist wieder für Schnellschwimmer reserviert", erzählt Jürries. Der Saunabereich bleibe jedoch aufgrund behördlicher Anweisungen weiterhin geschlossen.

Die Badegäste können über das Internet wieder bestimmte Zeitfenster für ihren Besuch im Verwell buchen. Montags bis freitags von 6.30 bis 8.30 Uhr, 10 bis 12 Uhr, 15 bis 17 Uhr sowie von 18 bis 20 Uhr. Sonnabends öffnet die Badeanstalt unter freiem Himmel dagegen von 6.30 Uhr bis 8.30 Uhr, 10 bis 12 Uhr, 13 bis 16 Uhr sowie von 17 bis 19 Uhr. Auch am Sonntag werden jeweils vier Zeitkontingente (8 bis 10 Uhr, 11 bis 13 Uhr, 14 bis 17 Uhr und 17.30 bis 19 Uhr) angeboten. "In der Zwischenzeit wird jeweils alles desinfiziert", erklärt Jürries, während Diana Kruk, Fachangestellte für Bäderbetriebe, noch schnell mit dem Hochdruckreiniger die beiden Elefanten im Planschbecken abbraust. "Der erste Badegast ist schon da", sagt Jürries und zeigt lachend mit dem Finger auf eine Ente, die es sich in einem der Becken gemütlich gemacht hat.

Eintrittskarten können über die Homepage www.verwell.de unter dem Menüpunkt Online-Tickets unter Angabe der Kontaktdaten für ein bestimmtes Zeitfenster gekauft und dann zu Hause ausgedruckt oder auf dem Handy gespeichert werden. Je nach Verfügbarkeit ist auch ein Ticketverkauf vor Ort an der Schwimmbadkasse möglich. Damit auch wirklich alle Badegäste registriert werden, sollten auch für die Kleinsten (null bis drei Jahre) Tickets ausgestellt werden.

Die Gastronomie hat nur eingeschränkt geöffnet, ebenso sind die Duschen, Föne, Umkleiden und Spinde nur eingeschränkt nutzbar. Schwimmhilfen werden nicht verliehen. "Im Eingangsbereich besteht eine generelle Maskenpflicht", weist Jürries auf das Tragen einer FFP2- oder medizinischen Maske hin. Außerdem müssten die Badegäste den vorgeschriebenen Mindestabstand von anderthalb Metern einhalten und sich an die bekannten Hygieneregeln halten.

Besonderes Augenmerk legen die Bademeister in dieser Saison auf die Anfänger-Schwimmkurse, die Corona-bedingt monatelang ins Wasser gefallen sind. Die kleinen Planschmäuse können es kaum erwarten, bis sie sich endlich das begehrte Seepferdchen-Abzeichen an die Badehose oder den Badeanzug annähen lassen können. Die Kurse werden jeden Nachmittag im gut temperierten Erlebnisbecken abgehalten, sind inzwischen allerdings längst ausgebucht. Die Verdener FDP hatte das Thema "Verden lernt schwimmen" jüngst aufs Tapet gebracht.

Während im Außenbereich bereits alle Zeichen auf Sommer stehen, befindet sich das benachbarte Hallenbad noch im tiefsten Winterschlaf. Der komplett eingerüstete Innenbereich gleicht derzeit einer Großbaustelle. "Seit Ende April sanieren wir das Dach", erläutert Badleiter Klaus Jürries. Er hofft, dass die neue Lüftungsanlage und die neue Holzdecke bis spätestens Mitte September eingebaut sind.

Was ist eigentlich das Besondere am Beruf Fachangestellte für Bäderbetriebe? Chantal Facius, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, schätzt vor allem die Vielfalt, "von der Technik bis zur Verwaltung", daran. Das Verwell sucht übrigens noch weitere Fachangestellte für Bäderbetriebe. Ausbildungsstart ist wie immer im August – also noch mitten in der Freibadsaison.

Neben dem Verdener Freibad öffnet am 1. Juni auch das Achimer Freibad.

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