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Niedersachsen eröffnet Wolfsbüro

Niedersachsen eröffnet ein Wolfsbüro und reagiert damit auf die wachsende Wolfspopulation und vermehrte Nahbegegnungen zwischen Mensch und Wolf in Niedersachsen.
08.05.2015, 00:00
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Niedersachsen eröffnet Wolfsbüro
Von Hans Ettemeyer
Niedersachsen eröffnet Wolfsbüro

Ein europäischer Grauwolf.

dpa

Niedersachsen eröffnet ein Wolfsbüro und reagiert damit auf die wachsende Wolfspopulation und vermehrte Nahbegegnungen zwischen Mensch und Wolf in Niedersachsen.

Das Wolfsbüro soll beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserbetrieb, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingerichtet und mit drei Arbeitsstellen ausgestattet werden. Das hat Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) bei einem Treffen von Wolfsexperten angekündigt. Im Wolfsbüro sollen die Meldungen über Nutztierrisse gesammelt und die Auszahlung von Entschädigungen bearbeitet werden. Das Land will zudem die Öffentlichkeitsarbeit und die Beratung verstärken. „Ich bin überzeugt, dass die Einrichtung des Wolfsbüros im NLWKN einen wichtigen Beitrag für das konfliktarme Zusammenleben von Wolf und Mensch leisten wird“, teilt Wenzel mit.

Das Umweltministerium will außerdem das Wolfsrudel in der Region Munster, dessen Wölfe in der Vergangenheit immer wieder durch ihre geringe Menschenscheu aufgefallen sind, stärker überwachen. Dazu werde in den nächsten Tagen in Munster eine weitere Fachkraft eintreffen. Auf dem Truppenplatz will Wenzel zusätzliche Experten einsetzen, außerhalb des Areals soll die Landesjägerschaft das Monitoring übernehmen. „Ursachenforschung zum auffälligen Verhalten hat hohe Priorität, um dort, wo notwendig, mit geeigneten Mitteln und angemessen reagieren zu können. Die Sicherheit des Menschen steht dabei immer an erster Stelle“, so Wenzel.

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