Bisher keine sturmbedingten Einschränkungen des Bahnverkehrs

Sturmtief "Friederike" kommt am Donnerstag nach Bremen

Die Ausläufer von Sturmtief "Friederike" brachten am Mittwoch bereits Schnee und Eis in die Region. Nun hat Sturmtief "Friederike" am Donnerstagmorgen Kurs auf Niedersachsen genommen.
18.01.2018, 06:44
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Sturmtief "Friederike" kommt am Donnerstag nach Bremen

"Friederike" bringt viel Regen und starken Wind mit.

dpa

Sturmtief "Friederike" bringt ungemütliches und vor allem sehr windiges Wetter nach Deutschland. Mit schweren Sturmböen bis zu orkanartigen Böen von 90 bis 115 Kilometern pro Stunde muss vor allem in Nordrhein-Westfalen, dem südlichen Niedersachsen, Nordhessen und Thüringen sowie in Teilen Sachsen-Anhalts und Sachsens gerechnet werden. Im höheren Bergland sowie in herausragenden Lagen sind am Donnerstag auch orkanartige Böen mit mehr als 120 km/h möglich, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch in Offenbach berichtete. Nach Süden hin sind verbreitet noch stürmische Böen oder Sturmböen zu erwarten.

Lesen Sie auch

Sturm trifft gegen Mittag auf Bremen

In Bremen können morgen ebenfalls Sturmböen bis 100 Stundenkilometern auftreten, die gegen Mittag die Hansestadt erreichen sollen. Deutlich schwerer könnte es den Landkreis Diepholz treffen. Dort kann es zu orkanartigen Böen, starken Schauern und Gewittern kommen.

Neben dem Wind werden auch kräftige und länger anhaltende Niederschläge erwartet. Sie breiten sich nordostwärts bis zur Ostsee aus. Vor allem im Norden und Osten kann es dabei bis in tiefe Lagen länger schneien. Von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern ist mit größeren Mengen an Neuschnee zu rechnen. Sonst fällt nur oberhalb von 800 bis 1000 Metern Schnee. Vor allem im Schwarzwald und im Allgäu kann es längere Zeit kräftig regnen. Die Temperatur erreicht Werte zwischen zwei Grad im Nordosten und zwölf Grad am Oberrhein.

Meteorologe: Kahle Bäume bieten Sturm weniger Angriffsfläche

Sturmtief "Friederike" dürfte nach Einschätzung eines Experten des Deutschen Wetterdienstes nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief "Xavier" im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried am frühen Mittwochmorgen. Er gehe nicht davon aus, dass "Friederike" ein ähnliches Schadensniveau erreichen könne. Beim Sturm "Xavier" waren im Herbst sieben Menschen durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste getötet worden, der Bahnverkehr im Norden und Osten wurde lahmgelegt.

Von einer Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein: Bei den Windgeschwindigkeiten könnte "Friederike" durchaus das Niveau von "Xavier" erreichen, sagte der Meteorologe.

Lesen Sie auch

Bisher keine sturmbedingten Einschränkungen des Bahnverkehrs und Flugverkehrs

Metronom, Erixx, Enno

Bislang gibt es keine sturmbedingten Einschränkungen für Metronom, Enno oder Erixx. Die Züge fahren planmäßig, teilte das Unternehmen am Donnerstagmorgen mit. Hier gibt es die aktuellen Meldungen.

Die Bahn

Die Deutsche Bahn riet Reisendenden via Twitter, sich vorab über mögliche Störungen zu informieren. Hier gibt es weitere Informationen.

Nordwestbahn

Auch die Nordwestbahn hat bisher keine Störungen vermeldet. Weitere Informationen finden Sie hier.

Flüge

Beeinträchtigungen an den Flughäfen Hannover und Bremen gab es am Morgen nicht.

Wir halten Sie in unserem Live-Ticker auf dem neusten Stand der Entwicklungen zum Sturm und den damit verbundenen Meldungen.

Lesen Sie auch

(dpa/wk)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+