Keine Verletzten

Unwetter verursacht Millionenschaden in Niedersachsen

Vollgelaufene Keller, Blitzeinschläge und zig umgekippte Bäume - über Teilen Niedersachsens zog am Dienstagabend ein Unwetter. Menschen verletzten sich dabei nach ersten Erkenntnissen nicht.
30.05.2018, 06:50
Lesedauer: 2 Min
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Unwetter verursacht Millionenschaden in Niedersachsen

Ein Blitz entlädt sich in der Nacht hinter dem Tretbootsteg am Zwischenahner Meer.

dpa

Das vorhergesagte Unwetter ist am späten Dienstagabend über Teile Niedersachsens gezogen. Verletzte meldeten Polizei und Feuerwehr bisher nicht.

Die Überflutungen nach einem Starkregen in Bad Gandersheim haben nach Angaben der Polizei vermutlich Sachschäden in Millionenhöhe verursacht. Betroffen seien mehrere Ortsteile, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Besonders große Überschwemmungen habe es im Ortsteil Altgandersheim gegeben. Dort seien mehrere Gebäude einsturzgefährdet.

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Zahlreiche Keller seien vollgelaufen. Probleme habe es auch mit der Stromversorgung gegeben. Nach Angaben der Stadtverwaltung konnten Flüsse und Bäche die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Sie traten über die Ufer und überschwemmten die Straßen. Einen genauen Überblick über die Schäden gebe es noch nicht, sagte ein Sprecher. Die Aufräumarbeiten dürften längere Zeit in Anspruch nehmen. Am Dienstag hatte ein schweres Gewitter stundenlang über Bad Gandersheim gewütet.

Auch für den Westen Niedersachsens hatte der Deutsche Wetterdienst Unwetter vorausgesagt. In der Region um Osnabrück hielten sich die Schäden bis zum Abend aber in Grenzen. Nach Angaben der Polizei schlug einmal der Blitz ein. Die Feuerwehr rückte im Landkreis Osnabrück bis zum Abend zu rund 50 Einsätzen aus. Verletzt worden sei bei dem Unwetter niemand, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte räumten vor allem umgestürzte Bäume aus dem Weg, auch einige Keller mussten ausgepumpt werden.

Auch im Emsland beschäftigten die Feuerwehrleute vor allem umgekippte Bäume. In Lingen sei ein Autofahrer mit seinem Wagen über einen auf der Straße liegenden Baum gefahren, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann verletzte sich dabei nicht. Zudem schlug in der Region jeweils ein Blitz in ein Gebäude in Schüttdorf und Haren ein. Brände brachen dadurch aber nicht aus.

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Nach Angaben der Polizei in Oldenburg und Göttingen hielten sich die Auswirkungen von Gewitter und Regen dort in Grenzen. Rund um Göttingen sind demnach nur ein paar Bäume umgestürzt, unter anderem auf der Autobahn 7.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Niedersachsen und Bremen vom Bergland bis zum Emsland schwere Gewitter mit heftigem Starkregen mit bis zu 30 Liter pro Quadratmeter und Hagel vorhergesagt. Auch Sturmböen zwischen 65 und 85 Kilometern pro Stunde hielten die Meteorologen für möglich. (dpa)

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