Berlin Gabriel warnt vor Eskalation

Berlin. Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel dem US-Präsidenten vorgeworfen, sich „einer unfassbar kriegerischen Rhetorik“ zu bedienen. Es bestehe die Gefahr, „dass solche Eskalationen mit der Sprache beginnen und mit einem Militäreinsatz enden“, sagte der Vizekanzler im Interview mit dem WESER-KURIER: „In Europa wissen wir das.
15.08.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Gabriel warnt vor Eskalation
Von Petra Sigge

Berlin. Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel dem US-Präsidenten vorgeworfen, sich „einer unfassbar kriegerischen Rhetorik“ zu bedienen. Es bestehe die Gefahr, „dass solche Eskalationen mit der Sprache beginnen und mit einem Militäreinsatz enden“, sagte der Vizekanzler im Interview mit dem WESER-KURIER: „In Europa wissen wir das. Wir sind vor einem Jahrhundert mit kriegerischer Rhetorik, wie schlafwandlerisch, in den Ersten Weltkrieg marschiert. Daraus haben wir in Europa gelernt: Jetzt ist die Stunde der Diplomatie und nicht des Kriegsgeschreis.“ US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in bislang nicht gehörter Tonlage gedroht, er werde Nordkoreas Provokationen „mit Feuer und Wut“ begegnen. Laut Gabriel ist „die ganze Welt ist schockiert darüber, wie unberechenbar die US-Politik geworden ist.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+