Umfragen zufolge

Kaum Hoffnung auf Europa-Reisen zu Ostern

Quarantäne-Pflicht und Test-Regelungen. Viele Deutsche glauben nicht an unbeschwerten Oster-Urlaub.
23.01.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Kaum Hoffnung auf Europa-Reisen zu Ostern
Von Nico Schnurr

Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, dass in den Osterferien Urlaub im europäischen Ausland ohne Quarantäne oder Testpflichten möglich sein wird. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov rechnen etwa 79 Prozent auch zu Ostern mit Einschränkungen. Nur etwa zwölf Prozent meinen, dass dann schon ein unbeschwerter Urlaub im Ausland möglich sein wird.

Der europäische Reiseverkehr ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Derzeit hat die Bundesregierung fast ganz Europa als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf dem Festland gibt es nur in Griechenland, Finnland, Norwegen und Österreich einzelne Regionen, die ausgenommen sind. Hinzu kommen ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänische Insel Grönland.

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Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Zudem müssen sie zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen zweiten negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.

Schon seit einer Weile starten kaum mehr Linienflüge am Bremer Flughafen, die das Land verlassen. Hin und wieder fliege die niederländische Fluggesellschaft KLM noch von Bremen nach Amsterdam, sagt Flughafensprecherin Andrea Hartmann, ansonsten seien alle Auslandsflüge gestrichen worden. Der Flughafen hofft, Ende März wieder mehr Verbindungen anbieten zu können.

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Andere Flughäfen im Norden haben weiter einige Ziele innerhalb von Europa im Programm. Zum Beispiel fliegt Tui Fly aktuell mehrfach in der Woche von Hamburg und Hannover auf die Kanarischen Inseln und nach Madeira. Beide Ziele werden von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft. Die beiden Verbindungen würden insbesondere von Langzeiturlaubern und Personen genutzt, die einen zweiten Wohnsitz auf den Inseln haben, sagt eine Unternehmenssprecherin. Es komme aber auch vor, dass Touristen, die nur eine oder zwei Wochen auf den Inseln verbringen wollen, die Flugverbindungen nutzten. Lufthansa bietet weiter Flüge von Bremen nach München und Frankfurt und zurück an.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Bremen betont, dass „die Geschäftsreisen sehr heruntergefahren wurden“. Die meisten Hotels in Bremen, die geöffnet haben, hätten derzeit eine Auslastung von weniger als 20 Prozent. Die Gäste setzten sich aus Geschäftsreisenden und Privatpersonen zusammen, die aus nicht-touristischen Gründen in Bremen sind, etwa weil sie Gerichtstermine oder Trauerfeiern wahrnehmen wollen.

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Mehr als 20 Länder Hochrisikogebiete

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, für die verschärfte Einreiseregeln gelten. Wie das Robert-Koch-­Institut auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA.

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