Nordbremer Geschäftswelt Wie Nordbremer Gewerbetreibende ihre Lage sehen

Viele Nordbremer Unternehmen leiden unter den Folgen der Corona-Krise, aber bei Weitem nicht alle. Das geht aus einer Umfrage des Vegesack Marketing und anderer Akteure aus dem Norden der Stadt hervor.
18.03.2021, 06:00
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Wie Nordbremer Gewerbetreibende ihre Lage sehen
Von Aljoscha-Marcello Dohme

Bremen-Nord. Die Nordbremer Unternehmer leiden unter den pandemiebedingten Einbußen, fürchten aber mehrheitlich nicht um die Zukunft ihrer Geschäfte. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Vegesack Marketing in Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Strukturrat Bremen-Nord sowie Blumenthal Aktiv und der Interessengemeinschaft Einzelhandel und Gewerbe Lesum, Burgdamm, St. Magnus (Igel) durchgeführt hat.

Die Ergebnisse der Umfrage, an der insgesamt 73 Betriebe aus den Nordbremer Stadtteilen sowie dem niedersächsischen Umland teilgenommen haben, seien nicht nur für die Initiatoren von Interesse. „Die Ergebnisse zeigen allen Akteuren, wo die Stadtteile stehen“, sagt Jörn Gieschen, Geschäftsführer des Vegesack Marketing. Zudem hätten die Händler nun die Möglichkeit zu sehen, wie sie im Gegensatz zu anderen Gewerbetreibenden dastehen. „Die Händler können aus den Ergebnissen aber auch entnehmen, welche Maßnahmen andere ergriffen haben und was funktioniert hat und was nicht“, sagt Gieschen. Aber auch für das Vegesack Marketing und die Politik sei die Befragung wichtig, um zu verstehen, was mit dem Standort passiert.

Auf die Frage nach der wirtschaftlichen Situation ihrer Firma antworten 51,4 Prozent der Befragten: „Wir haben starke Einbußen aber überleben das.“ Doch so optimistisch sind nicht alle Teilnehmer. Rund vier Prozent sind der Umfrage zufolge bereits insolvent oder stehen kurz davor.

Auf der anderen Seite sagen fast 40 Prozent, dass sie wenig oder gar keine Einbußen durch die Pandemie haben. Allerdings müssen auch gut 30 Prozent der Befragten ihre Geschäfte während des Lockdowns nicht schließen, da sie als systemrelevant gelten. Genau so viele Betriebe können weiterarbeiten, da sie keinen direkten Kundenverkehr haben. Jeder fünfte Befragte gab allerdings auch an, nicht geöffnet zu haben. Fast fünf Prozent haben den Betrieb sogar aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, geht aus der Befragung hervor.

Nach den Worten von Jörn Gieschen kommt fast die Hälfte der Teilnehmer aus dem Handel, gut 30 Prozent stammen aus dem Dienstleistungssektor. „Das sind zum Beispiel Friseure, Versicherungsmakler und Physiotherapeuten“, sagt er. Etwas unterrepräsentiert sei das Gastgewerbe, aus dem fünf Prozent der Befragten kämen.

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