Kommentar Nichts zu verschenken

Der Ruf nach Hilfsgeldern aus der Staatskasse gehört mittlerweile zum Lockdown wie geschlossene Ladentüren. Doch die Hilfen werden im Bremer Norden weit weniger viel in Anspruch genommen, als es erwartbar wäre.
06.03.2021, 07:00
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Nichts zu verschenken
Von Björn Josten

Der Ruf nach Hilfsgeldern aus der Staatskasse gehört mittlerweile zum Lockdown wie geschlossene Ladentüren. Nun nimmt die Landesregierung Geld in die Hand, um den Unternehmern in den Einkaufsstraßen unter die Arme zu greifen. Schließlich tragen attraktive Shoppingmeilen für viele dazu bei, sich im Stadtteil wohlzufühlen. Doch die Hilfen werden im Bremer Norden weit weniger viel in Anspruch genommen, als es erwartbar wäre. Für die geforderten Konzepte fehle das hauptamtliche Personal, heißt es aus Burglesum und Blumenthal. Wirklich?

Die Kaufmannschaften haben im bisherigen Verlauf der Pandemie bewiesen, dass sie offen für neue Wege sind. Stichwort Whatsapp-Shopping oder der längst überfällige Ausbau des Online-Handels. Dass nun einzig Vegesack in die Landesschatulle greift, ist auch ein Indiz dafür, dass die Möglichkeiten dieses Hilfsprogramms womöglich an den Bedürfnissen der Händler vorbei geht oder deren Wirkkraft nicht erkannt wird. Ansonsten hätten sie sicher Wege gefunden, zu partizipieren. Denn zu verschenken haben Einzelhändler nach einem Jahr Pandemie nichts. Oder?

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