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Surfen in der City: Leinewelle in Hannover kommt

Jan-Felix Jasch 18.01.2019 3 Kommentare

So soll die geplante Welle in hannover ab 2020 aussehen.
So soll die geplante Welle in hannover ab 2020 aussehen. (Screenshot Facebook)

Lange hat es gedauert, aber nun ist sie da: Die Macher der Leinewelle haben von der Stadt Hannover die offizielle Genehmigung erhalten. Fünf Jahre haben die Initiatoren dafür gekämpft, teilten sie am Freitag mit. Vorbild für die Leinewelle, die künstlich enstehen soll, ist eine natürliche Welle im Münchner Eisbach. Auf der können Surfer ihrem Hobby nachgehen, das soll ab 2020 nun auch in Hannover möglich sein. Damit wäre die Welle in Hannover, die erste genehmigte künstliche ihrer Art. 

Bevor der Bau beginnt, warten allerdings noch Hürden auf die Macher. So steht die Finanzierung des 1,2 Millionen-Euro-Projekts noch nicht, heißt es. Das Geld soll bei Sponsoren eingesammelt werden. Der Preis beruht allerdings auf einer Schätzung, könnte also auch noch steigen. 

Das Ziel der Initiatoren ist es, die Welle spätestens zu den olympischen Spielen 2020 betreiben zu können. Die Stadt Hannover hat mit der Genehmigung Auflagen erlassen. So muss der Verein Leinewelle etwa die Fischdurchlässigkeit nachweisen, auch während des Betriebes: „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass unser Konzept so wie geplant in Einklang mit der Natur funktioniert“, äußert der Initiator. Vor allem der Fischereiverein Hannover hat mehrfach Bedenken gegen die Umweltfreundlichkeit geäußert. Der Verein ist in erster Linie um eine Fischart besorgt, die in der Nähe der geplanten Stelle für die Welle sein Laichgebiet hat. 

Die Leinewelle stößt auf überwiegend positive Reaktionen in der Politik der niedersächsischen Landeshauptstadt hervor. Bürgermeister Stefan Schostock (SPD) beglückwunscht das Team: "Als begeisterter Unterstützer der Idee der Leinewelle freue ich mich, dass nun die Genehmigung erfolgen kann und die nächsten Schritte bis zur Realisierung angegangen werden". Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) würdigt die Leinewelle als "spannendes Projekt, wie es bislang in Norddeutschland einmalig ist".

Wasser wird temporär aufgestaut

Um die Welle zu bauen, muss das Wasser der Leine temporär aufgestaut werden, um die nötige Energie zu erzeugen. Mithilfe der sogenannten Dreamwave-Technologie ermöglicht eine stufenlose Steuerung der Welle. Dabei können Winkel eines schaufelähnlichen Trägers verstellt werden, um so die Welle steiler, flacher, kleiner oder größer werden zu lassen. Der Träger kann auch geteilt werden, so ist es auch möglich bei geringeren Wassermengen in dem Fluss zu surfen. 

In einem Video auf der Facebookseite des Vereins wird erklärt, wie die Welle entstehen soll: 


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
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