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Steigende Zahlen beim Bürgerbus Weyhe
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Projektgruppe arbeitet an E-Bus

Dagmar Voss 09.02.2018 0 Kommentare

Bürgerbus Weyhe Vors. Regine von Larcher
Die Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins Regine von Larcher freut sich über steigende Fahrgastzahlen und lädt Interessierte ein, als ehrenamtliche Fahrer mitzumachen. (UDO MEISSNER)

Weyhe. Immer mehr Fahrgäste – aber zu wenige ehrenamtliche Fahrer. Das verzeichnet der Weyher Bürgerbus-Verein. Auf den beiden Linien 116 und 117, die erstere über Jeebel, Lahausen, Melchiorshausen und Leeste, die zweite über Erichshof, Leeste und Sudweyhe, wurden im vergangenen Jahr 27 886 Personen befördert. „Zum Vergleich: 2016 waren es 25 201. Die Steigerung liegt bei der Linie 116, bei der Linie 117 haben wir uns bei über 19 000 eingependelt“, sagt Vereinsvorsitzende Regine von Larcher. Von 2001 bis 2017 wurden ihr zufolge insgesamt 337 387 Fahrgäste befördert.

Die Niederflur-Busse fahren jeweils rund 52 000 Kilometer im Jahr, also zusammen über 100 000 Kilometer. Ab 2019 ist der Plan, die 117 zu ersetzen, es wird wohl wieder ein Diesel-Fahrzeug werden. Die 116 wurde im vergangenen Jahr ersetzt. Die ausgedienten Busse werden in der Regel an private Busunternehmen verkauft und für Stadtrundfahrten oder ähnliches genutzt, da sie wegen der Förderbedingungen nicht mehr im Liniendienst fahren dürfen.

Da hatten die Fahrer, die ihren Job als Ehrenamtliche ernst nehmen, reichlich zu tun bei diesen vielen Kilometern und Fahrten. Trotzdem schaufeln sie sich aktuell noch Zeit frei, um auch an einem neuen Projekt mitzuwirken: an dem Zukunftsszenario eines Elektro-Busses. Eine große Diskussion darüber gibt es zurzeit in allen Bürgerbus-Vereinen – und natürlich auch in Weyhe –, ob die alten ausgemusterten Busse durch eine neue Generation E-Busse (Elektro) ersetzt werden können. Immerhin scheint das der Antrieb der Zukunft zu sein. 

Akku hält nicht durch

„Wir sind in der Vorphase und haben dafür eine Projektgruppe eingerichtet, die sich schon reichlich Gedanken gemacht hat“, sagt die Vereinsvorsitzende. Nachdem nun auch erste Erfahrungen mit einem E-Bus in der Nähe von Göttingen gemacht wurden, lässt sich konkreter darüber nachdenken. Doch dort sei festgestellt worden, dass der im Bus verfügbare Akku nicht mal eine Tagesschicht durchhält.

„Bei uns müssten die Busse mittags also wieder ‚aufgetankt‘ werden, und da stellt sich die erste Frage wo“, so von Larcher. Dazu müssten nämlich zunächst Schnellladestationen eingerichtet werden. Und die sind nicht gerade preiswert. Außerdem braucht der Verein dann eine Station mit zwei Anschlüssen, diese müssten  relativ nah an einem Trafo-Häuschen gelegen sein, denn jeder Meter Kabel kostet ebenfalls nicht wenig. Bezahlbar sei das aus Bordmitteln nicht, man müsse also Sponsoren suchen. „Aber wir sind zuversichtlich, dass sich in den kommenden vier bis fünf Jahren noch eine Menge tun wird“, so die engagierte Frau, die ebenfalls selbst fährt.

Die Bürgerbusse im VBN (Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen) erzielten auch im Jahr 2017 einen neuen Fahrgastrekord mit über 318 000 Fahrgästen. Die Geschichte dahinter: Die Idee des Bürgerbusses stammt aus Großbritannien, bei unseren holländischen Nachbarn fand sie dann als „Nachbarschaftsbus“ große Verbreitung, bevor das Konzept 1985 erstmals in Deutschland zur Anwendung kam. Mittlerweile gibt es allein im VBN-Gebiet 22 Bürgerbus-Vereine – Tendenz steigend. Bürgerbusse im VBN-Land verkehren auf festen Linienwegen fahrplanmäßig zum VBN-Tarif. Sie werden von einem Verein mit ehrenamtlichen Fahrern betrieben, durch ein Verkehrsunternehmen vor Ort unterstützt und ergänzen mit ihren Leistungen das Fahrplanangebot in einer Stadt oder einer Gemeinde. „Haupteinsatzgebiete der Bürgerbusse sind dünn besiedelte Gemeindebereiche oder Regionen, in denen eine Bedienung mit herkömmlichen Linienangeboten wirtschaftlich nicht darstellbar ist“, verlautet es aus der VBN-Zentrale.

„Wir freuen uns immer über neue Fahrerinnen und Fahrer, von unseren derzeit 39 Fahrern sind zehn Frauen“, freut sich Regine von Larcher. Interessierte können sich beim Fahrdienstleiter des Vereins, Lothar Cordes, unter der Telefonnummer 042 03 / 53 56 melden. Alles Wissenswerte findet sich auch auf der Internetseite www.buergerbus-weyhe.de.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...