Vegesack CDU fordert ein Zukunftskonzept für die Maritime Meile

Nachdem die Entscheidung des Schulschiffvereins gegen den Standort Vegesack von den Mitgliedern bekräftigt worden ist, nimmt nun die Debatte um die Zukunft der Maritimen Meile Fahrt auf.
24.04.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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CDU fordert ein Zukunftskonzept für die Maritime Meile
Von Björn Josten

In die Debatte um den künftigen Liegeplatz der „Schulschiff Deutschland“ schaltet sich nun auch der CDU-Kreisverband Bremen-Nord ein. „Für die CDU Bremen-Nord ist es überhaupt nicht nachvollziehbar, warum es von Seiten des Bremer Senats nicht gelungen ist, auch mit finanziellen Zusagen, den Verein zum Verbleib des Schulschiffs als maritimes Wahrzeichen an der Lesum-Mündung in Vegesack zu überzeugen“, betont die CDU-Nord-Vorsitzende Bettina Hornhues.

Jetzt sei das Kind in den Brunnen gefallen. Daher fordert die CDU, die angekündigte Potenzialanalyse zügig durchzuführen. Erkenntnisse aus der Analyse müssten dann auch umgesetzt werden. Dazu müsse die nötige Finanzausstattung bereitgestellt werden.

In Vorgriff auf die Analyse definiert die Union für die Maritime Meile bereits Ziele: Die Tradition des ältesten künstlichen Binnenhafens müsse deutlich sichtbarer werden. Diese reiche von den Initiativen der Schiffer Gilde über den Hafen für Walfang zu einem der bedeutendsten Schiffbaustandorte in Deutschland. Für den Museumshaven schwebt den Christdemokraten eine Erlebnislandschaft in Zusammenhang mit dem Geschichtenhaus vor. Zudem benötigt die Weserpromenade einen attraktiven Abschluss an die ehemalige Gläserne Werft.

Kein gutes Haar lässt Hornhues an den Initiativen des Senates in den vergangenen Jahren, die nur von Misserfolg geprägt gewesen seien. Beispielhaft erwähnt sie die vielen Millionen, die in das Projekt der Gläsernen Werft geflossen seien. Geblieben sei ein trauriges Mahnmal.

Die CDU fordert nun greifbare Unterstützung seitens des Senats. „Zu dieser Unterstützung gehört auch, dass die digitale Attraktivität deutlich besser werden muss“, sagt Hornhues und benennt einige Defizite: „Auf Bremen.de findet sich keine Verlinkung auf den Museumshafen, den Utkiek oder die alte Signalstation. Wenn in heutigen Zeiten, in denen alles überwiegend über die neuen Medien gesucht und gefunden wird, diese Vegesacker Highlights nicht auftauchen, ist dieses ein gravierender Mangel, der schnell und auch mit wenig Aufwand beseitigt werden muss.“

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Zur Sache

Potenzialanalyse kommt

Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat bei einem Besuch in dieser Woche die Absicht bekräftigt, für das neue Quartier um den Museumshaven herum eine Potenzialanalyse erstellen lassen zu wollen. Für die Maritime Meile werden derzeit verschiedene Analysen und Konzepte, unter anderem von Studierenden, erarbeitet. Die Potenzialanalyse soll nun unabhängig vom künftigen Liegeplatz der „Schulschiff Deutschland“ erstellt werden.

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