Autobahn Bremen-Hamburg Wieder Sperrungen auf der A1

Die Autobahn von Bremen nach Hamburg ist vor knapp zehn Jahren saniert und verbreitert worden. Jetzt müssen die ersten Teilstücke bereits erneuert werden, damit die asphaltierten Stellen möglichst lange halten.
29.09.2019, 20:34
Lesedauer: 3 Min
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Wieder Sperrungen auf der A1
Von Stefan Dammann

Bei der Sanierung der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg beginnt in der kommenden Woche die zweite heiße Phase. Von Dienstag an ist die Fahrbahn zwischen Stuckenborstel und Posthausen in Richtung Bremen auf knapp sieben Kilometer voll gesperrt, so dass beide Fahrtrichtungen knapp zwei Wochen lang über die Gegenspur laufen, also auf der Seite in Richtung Hamburg. Wer Richtung Hamburg fährt, hat dabei tagsüber weiterhin drei Fahrstreifen, in Richtung Bremen sind es nur zwei. Mit Staus ist also zu rechnen. Außerdem ist die Abfahrt Stuckenborstel zeitweise gesperrt.

Wie berichtet, hat die private Gesellschaft A1 mobil aus Sittensen Mitte September mit den ersten Sanierungen der vor zehn Jahren komplett erneuerten und von vier auf sechs Spuren ausgebauten A1 begonnen. In zahlreichen Zuschriften hatten sich viele Leserinnen und Leser des WESER-KURIER gewundert, wieso eine im Grunde gefühlt gerade erst neue Autobahn schon wieder marode sein könne. Dazu hatte Gisela Schütt, Leiterin des zuständigen Straßenbauamtes Verden, in unserer Zeitung erklärt: „Bei asphaltierten Autobahnen müssen wir nach zehn Jahren die oberste Deckschicht erneuern, wenn der Unterbau möglichst lange halten soll.“

Sanierungen dauern zwei Monate

Wie jetzt bei den beiden betroffenen Abschnitten vom Bremer Kreuz bis hinter Oyten sowie zwischen Posthausen und Stuckenborstel klar ist, dauert so etwas jeweils bis zu zwei Monate. Weite Teile der A 1 sind asphaltiert, und zwar mit dem damals noch recht neuen offenporigen Asphalt Opa, der auch als Flüsterasphalt gilt und überall dort für relative Ruhe sorgen soll, wo es Anwohner gibt. Der Rest besteht aus Beton, was unter normalen Umständen bis zu 30 Jahre halten könne, wenn nicht durch außergewöhnliche Belastungen oder sehr harte Winter Risse entstünden.

Die gesamten 66 Kilometer nach Hamburg hat die Behörde in den Jahren 2009 bis 2013 Stück für Stück freigegeben, also die ersten Abschnitte vor nunmehr zehn Jahren. Wie es nach Abschluss der jetzigen Arbeiten weitergehen soll, ist in Verden derzeit noch unklar. Sönke Zulauf, stellvertretender Behördenleiter, sagt: „Das entscheidet die private Gesellschaft A1 mobil danach, wie sich schon vorhandene Schäden über den Winter entwickeln.“ In diesem Jahr passiere nichts mehr, weiter gehe es im Frühjahr 2020.

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Konkret ist es jetzt so, dass die Baufirmen auf den Mittelstreifen noch Überfahrten für die Fahrbahnverschwenkungen herrichten, von Dienstag, 1. Oktober, an heißt es dann für die Auto- und Lkw-Fahrer in Richtung Bremen, dass es bei Stuckenborstel auf die Gegenfahrbahn geht. Voraussichtlich bis Ende übernächster Woche, also bis Freitag, 11. Oktober.

Während die Auf- und Abfahrt Posthausen immer offen bleiben soll, gibt es zeitweise Sperrungen der Abfahrt Stuckenborstel sowie der Raststätte Grundbergsee. Von Dienstag, 10 Uhr, bis übernächsten Dienstag, 8. Oktober, 14 Uhr, ist in Stuckenborstel kein Auf- und Abfahren auf der Nordseite möglich, also aus Richtung Hamburg und in Richtung Bremen. Auf der Gegenseite geht es dagegen schnell, dort ist Stuckenborstel von Mittwoch, 30. Oktober, 19 Uhr, bis zum nächsten Morgen um 5 Uhr gesperrt.

Raststätte Grundbergsee gesperrt

Die Raststätte Grundbergsee ist dagegen in Richtung Bremen gesperrt von Montag, 7. Oktober, 9 Uhr, bis Freitag, 11. Oktober, 5 Uhr. In der Gegenrichtung von Mittwoch, 30. Oktober, 19 Uhr, ebenfalls nur bis zum nächsten Morgen, 5 Uhr. Das Ende aller Arbeiten soll nach Angaben von A1 mobil am Montag, 4. November, sein.

Auf dem bereits Ende August begonnenen Sanierungsstück zwischen Bremer Kreuz bis kurz hinter Oyten sind die Arbeiten dagegen überwiegend abgeschlossen. Die Fahrbahnverschwenkungen hat A1 mobil bereits aufgegeben, noch bis Mitte übernächster Woche kann es dort Restarbeiten und kleinere Sperrungen einzelner Fahrspuren geben.

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Grundsätzlich weist das Straßenbauamt Verden auch daraufhin, dass in den Baustellenabschnitten zuweilen auch geblitzt würde. Für Geschwindigkeitskontrollen auf der Fahrbahn sei die Autobahnpolizei Sittensen zuständig, für Radarkästen von Brücken herunter die Landkreise, hier überwiegend Verden, aber bei Stuckenborstel auch Rotenburg. In den vergangenen Tagen ist dieses nach Aussage der Behörden auch schon passiert, aus Richtung Bremen gebe es kurz vor Posthausen sogar ein entsprechendes Warnschild „Radarkontrolle“.

Besonders pikant daran: Wer auf die Baustelle mit freier Fahrt zufährt, muss über 120, 100 und 80 bis auf 60 abbremsen – dort steht die Warnung – ehe es danach mit 80 durch die Baustelle geht. Nach Aussage von Sönke Zulauf müsse es auf 60 heruntergehen, weil dort die Einfädelung Posthausen sei.

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