Sieg gegen HAKRO Merlins Crailsheim Bestmöglicher Saisonauftakt für die Eisbären Bremerhaven

Entgegen der letzten Spielzeit gewannen die Eisbären Bremerhaven ihr erstes Punktspiel in der Basketball-Bundesliga gegen den Aufsteiger HAKRO Merlins Crailsheim mit 93:80 (38:44).
28.09.2018, 23:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol

Der Auftakt ist gemacht, und es war ein erfolgreicher. Entgegen der letzten Spielzeit gewannen die Eisbären Bremerhaven ihr erstes Punktspiel in der Basketball-Bundesliga gegen den Aufsteiger HAKRO Merlins Crailsheim mit 93:80 (38:44). Dieser Partie war im Vorfeld eine gewisse Bedeutung beigemessen worden, weil die Bremerhavener nach der vergangenen Zittersaison und dem totalen Umbruch im Kader lediglich als Mannschaft eingeschätzt wurde, die um den Klassenerhalt kämpfen muss. Das gilt natürlich auch für den Aufsteiger aus Crailsheim.

Eisbären-Hallensprecher „Wolle“ Loock musste sich an jede Menge neue Namen gewöhnen. Einen dürfte er sich nach diesen ersten 40 Minuten Basketball der neuen Saison gänzlich ohne Probleme merken können: Chris Warren. Er war zweifelsfrei der „Man of the match“ für die Gastgeber. Der Champions-League-Sieger von 2017 führte die Bremerhavener im zweiten Spielabschnitt aus der Krise und brachte die Wende. Zusammen mit seinem Landsmann Keith Benson trug der US-Amerikaner Warren auch zu rund der Hälfte aller Eisbären-Punkte bei. Wäre da nicht das zweite Viertel gewesen, man hätte unumwunden von einem durchweg positiven Auftreten dieser neuformierten Bremerhavener Basketball-Mannschaft sprechen können.

So aber war ein unterhaltsames Wechselbad der Gefühle auf dem Parkett der Stadthalle Bremerhaven zu bestaunen. Und das dritte Viertel gab einen Fingerzeig dafür, welches Gesicht dieses Team zu zeigen in der Lage ist, insbesondere, wenn es mal nicht so rund läuft. Trainer Arne Woltmann sah dies in seinem Fazit auf der Pressekonferenz ähnlich. „Es sind in der Halbzeit deutliche Worte gefallen. Man hat ja gesehen, woran es im ersten Durchgang gefehlt hat, und das darf man dann auch mal ansprechen“, erklärt der 44-Jährige. Gesprochen in der Kabine hätten sowohl Arne Woltmann selbst, aber auch die Spieler. Mit der Konsequenz, die sofort nach Wiederbeginn auf dem Hallenboden zu sehen war. „Chris Warren ist vorangegangen. Keith Benson hat sich gesteigert“, benannte Arne Woltmann die Schlüsselfaktoren zum Sieg. Insbesondere die Steigerung im defensiven Bereich sei entscheidend gewesen.

Chris Warren brachte die Gastgeber schnell auf 42:44 heran. Viele Ballgewinne ermöglichten den Eisbären fortan weitere wichtige Punkte, bis Fabian Bleck mit seinen vier Zählern den Turnaround schaffte. Nach dem 52:49 setzte Keith Benson mit einem Korbleger plus erfolgreichem Bonus-Freiwurf zum 55:49 den Schlusspunkt der intensivsten und erfolgreichsten Spielphase der Einheimischen. Bezeichnend, dass sogar Crailsheims Frank Turner ein freies Break versemmelte, derart beeindruckt waren die Gäste.

Ihr Trainer Tuomas Ilsalo nannte die Reaktion seiner Mannschaft auf die Attacken der Eisbären in diesem Spielabschnitt „einfach inakzeptabel“. Nachdem die Wende geschafft war, bauten die Gastgeber ihren Vorsprung auf zwischenzeitlich 67:53 aus. Im vierten Viertel brannte dann nur kurz etwas an, als es 67:63 hieß. Doch wiederum Chris Warren legte den Schalter um, markierte vier Punkte und ließ die Eisbären-Fans schon mal frühzeitig jubeln.

Zum Auftakt der Partie sahen die 2120 Zuschauer im Eisbärenkäfig zwei völlig verschiedene Viertel, ein 21:16 für die Gastgeber und ein folgendes 17:28. Point Guard Chris Warren erzielte die ersten Bremerhavener Punkte zum 2:3, Shooting Guard Jordan Brangers die erste Führung zum 4:3. Wiederum Chris Warren brachte mit dem ersten erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf der Saison zum 9:6 die Eisbären auf einen guten Weg, der über den knappen Rückstand von 9:11 zu einem 17:11-Vorsprung führte, welchen Shooting Guard Elston Turner mit seinem ersten Dreier markierte. Spielmacher Chris Warren war eindeutig stärkster Eisbär dieser ersten zehn Spielminuten.

In der Folgezeit nahmen sich die Einheimischen allerdings ihre erste Schwächeperiode, sowohl im Offensiv- als auch im Defensiv-Bereich. Zu viele freie Würfe, darunter auch von jenseits der Drei-Punkte-Linie, wurden den Merlins gestattet, sodass ihr Top-Scorer Ben Madgen seinen neun Zählern aus dem ersten Viertel noch weitere neun Punkte hinzufügen konnte. Auch Michael Cuffee war erstmals erfolgreich und das gleich mit zwei Dreiern zum 29:25 für seinen Klub. Die Crailsheimer hatten sich die Führung zurückerobert. Dieser Erfolgsweg wurde nur noch einmal von einem Dreier von Eisbär Kris Jenkins unterbrochen, der sein Team zwischenzeitlich wieder mit 30:29 in Front brachte. Allerdings lief das Spiel aus Sicht der Gastgeber dann erneut aus dem Ruder, bis zum ernüchternden 38:44-Halbzeitrückstand.

Eisbären Bremerhaven: Jenkins (3/1 Dreier), Warren (22/2), Canty, Breitlauch (4), Wimberg (2), Bleck (4), Turner (13/3), Benson (23), Bojang (n.e.), Buhl (n.e.), Brangers (14/4), Jackson (8).

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